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Dormagen: Die "heißesten" Jobs der Dormagener

Dormagen : Die "heißesten" Jobs der Dormagener

Klimaanlage im Büro? Abkühlung beim Strandurlaub? Fehlanzeige! Wir zeigen die wärmsten Arbeitsplätze der Stadt.

Wer zurzeit seinen Urlaub am See genießen kann oder im voll klimatisierten Büro sitzt, der hat es bei den jetzigen Temperaturen richtig gut. Anders sieht das für diejenigen aus, die sowieso schon einen richtig "heißen" Job machen. Öfen, Grillspieße und Heißmangel heizen die Arbeitsplätze zusätzlich auf und sorgen dafür, dass die Temperaturen in den Arbeitsbereichen teilweise auf über 50 Grad klettern.

v. l. Jacqueline Wöltgen, Claudia Paulus und Tuba Sezer bei Bäckerei Kraus Foto: Jacquelina Ilievski

In der Bäckerei Kraus an der Kölner Straße beträgt die Raumtemperatur in Ofennähe knapp 40 Grad. "Wir bemühen uns, mit der Hitze klarzukommen", sagt Claudia Paulus. Die Teamleiterin und ihre beiden Mitarbeiterinnen Jacqueline Wöltgen und Tuba Sezer arbeiten etwa sechs bis acht Stunden in den aufgeheizten Räumlichkeiten. "Unser Chef hat uns viel Wasser bereit gestellt. Außerdem dürfen wir die Backschürze abnehmen und wenn es gar nicht mehr geht, stellt man sich kurz raus in den Schatten", sagt Paulus.

Eleonore Knappe und Maria Pach in der Wäscherei Sebastian Pach Foto: Jazyk, Hans (jaz)

In einer noch heißeren Umgebung arbeiten die Angestellten der Wäscherei und Reinigung Sebastian Pach. Dort heizt es sich in der Nähe der Heißmangel auf bis zu 45 Grad auf. "Wir lüften die ganze Zeit durch und haben Ventilatoren aufgestellt. Außerdem steht den Angestellten ein Kühlschrank mit kalten Getränken zur Verfügung", sagt Inhaber Sebastian Pach. Er selber sei von 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr im Betrieb und würde dementsprechend vier bis fünf Flaschen Wasser am Tag trinken.

Für die ganz Kleinen ist die Abkühlung in der Römer-Therme perfekt. Das ist für die Schwimmmeister des Freibades nicht der Fall. Foto: Jacquelina Ilievski

Ähnlich hält es auch Ali Yaprak. Der Mitarbeiter des Tadim Kebaphauses trinkt jeden Tag mehrere Liter Wasser. Das ist auch nötig, denn im Bereich der Grillspieße misst man Werte von über 50 Grad auf. Yaprak steht seit 35 Jahren etwa fünf bis sechs Stunden am Grillspieß. "Da gewöhnt man sich an die Hitze. Trotzdem setze ich mich ab und zu raus in den Schatten oder wasche mein Gesicht kalt ab." Weiterer Vorteil im Tadim Kebaphaus sei der belüftete und angenehm kühle Gästebereich, in den sich der Angestellte dann auch setzt. "In der Nähe der Grillspieße bringt die Lüftung aber gar nichts."

Auch Schwimmmeister Frank Kaldenpoth hat trotz der Nähe zu den Bädern der Römer-Therme keinen kühlen Job. "Ins Wasser gehen wir so gut wie nie. Da ist gar keine Zeit für." Das Thermometer zeigt in der Römer-Therme 38 Grad im Schatten. "In der Sonne ist es gar nicht auszuhalten. Ich stehe am Tag meistens unter einem Sonnenschirm."

Einer der wenigen kühlen Orte ist in Dormagen ist die Kirche St.Michael. Dort wurden gestern angenehme 25 Grad gemessen.

(NGZ)