Die fünf am besten bewerteten Dormagener Hotels bei booking.com

Gastgewerbe : Wie Dormagener Hotels bewertet werden

Auf der Internetplattform booking.com sind 18 Übernachtungsbetriebe aus Dormagen gelistet. Die fünf am besten bewerteten Hotels mit mehr als 100 Kommentaren liegen bei Noten von 8,7 bis 7,6 im oberen Bereich.

Eine Stadt, die den Anspruch hat, für auswärtige Besucher touristisch Interessantes anzubieten, sollte auch über ein angemessenes Hotel-Angebot verfügen. Wer eine Übernachtungsmöglichkeit online sucht und dafür die mitführende Plattform Booking.com nutzt, der stößt auf 18 Hotels, die dort gelistet sind. Natürlich mit Bewertungen, natürlich mit Noten. Unangefochten die Nummer eins ist das Hotel Schloss Friedestrom in Zons mit eier Note von 8,7 (von zehn), gefolgt vom Hotel Ragusa (8,0) am Marktplatz, die als einzige Hotels mit einer acht vor dem Komma aufwarten.

So wichtig diese oder andere Buchungsplattformen (zum Beispiel HRS) auch für das Geschäft auch sind, so gibt es durchaus kritische Stimmen und eine Zurückhaltung, sich voll und ganz auf diese Riesen-Unternehmen zu konzentrieren. „Wir registrieren natürlich eine Veränderung im Buchungsverhalten“, sagt Christel Weinelt, Chefin der „Schloß Destille“ an der Mauerstraße in Zons, die in diesem Monat ihr 30-Jähriges feiert. „Es wird verstärkt über Booking.com gebucht. Das ist für den Gast vielfach einfacher.“ Aber es gebe auch viele Gäste, die sich spontan nach Zons oder Dormagen aufmachen und dann zum Telefonhörer greifen. Aber nicht alle Zimmer werden über Internet-Portale offeriert – aus Kostengründen. Denn „ein paar Prozent“, so die Hotel-Fachfrau, des Zimmerpreises müssen die Hoteliers für den Internetservice abtreten.

Da ist man auch im Hotel Ragusa zurückhaltend. „Wir verfügen über 20 Zimmer“, sagt Nermin Podinovic, „aber bieten nur vier Zimmer bei Booking.com an.“ Und nur dort, andere Plattformen haben das „Ragusa“ nicht im Angebot, „das reicht“. Weil, so sagt der Inhaber, „wir meist gut ausgebucht sind und eher noch Bedarf an Zimmern hätten, brauchen wir im Internet nicht mehr zu machen.“ Die Preise, so heißt es, sind in der Regel identisch, „man kann mal ein Zimmer fünf Euro günstiger bekommen, wenn man direkt bei uns anruft“, sagt Christel Weinelt von der Schloß Destille. Auch im Hotel „Kölner Hof“ an der Kölner Straße setzt man auf die Eigenvermarktung: „Fünf von 35 Zimmern bieten wir über Booking.com an“, sagt Mirela Zrueta, „das Portal ist gut, um Lücken zu schließen.“

Ein sehr wichtiger Faktor bei der Internet-Präsenz sind die Kunden-Kommentare. Beim „Schloss Friedestrom“ haben immerhin 248 Gäste eine Anmerkung hinterlassen, gefolgt vom „Restaurant Höttche“ mit 227 und „Kölner Hof“ mit 188 Kommentare. Nicht immer sind die Hoteliers glücklich. Da gibt es das Beispiel einer Gruppe von Radfahrern, die vor der angekündigten Zeit ihr Ziel erreichte und einige Minuten warten musste, ehe sie ihre Zimmer beziehen konnte. Eine Entschuldigung samt einem Gläschen Sekt reichten nicht – ein paar Tage später tauchten kritische Kommentare im Internet auf – „Dagegen ist man dann machtlos“, so der Hotel-Chef. Mit Gelassenheit versucht es Nermin Podinovic vom „Ragusa“: „Ich habe alle vorherigen Bewertungen übernommen, auch die schlechten. Irgendwann fallen die dann raus. Aber oft sind die Bewertungen einfach ungerecht.“

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