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Dormagen: Die Dormagener Rekord-Blutspender

Dormagen : Die Dormagener Rekord-Blutspender

Winfried Grams und Hans Peter Freis sind beide seit über 50 Jahren Blutspender. In dem zurückliegenden halben Jahrhundert haben sie sich beide jeweils 150 Mal den roten Lebenssaft abzapfen lassen. Dafür wurden sie jetzt geehrt.

Zum 150. Mal spendeten Winfried Grams und Hans Peter Freis jetzt ihr Blut und wurden dafür vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und vom Blutspendedienst West ausgezeichnet. "Ich habe mich sehr über dieses Jubiläum gefreut, auch wenn es nicht gerade überraschend kam", sagte Winfried Grams. Der 73-Jährige spendet schon seit mehr als 50 Jahren sein Blut und wurde somit schon mehrfach vom DRK und vom Blutspendedienst West ausgezeichnet. "Man kann sagen, dass man bei jedem 25. Mal, bei dem man Blut spendet, eine Ehrung erhält. Trotzdem freue ich mich immer wieder, wenn ich ein solches Jubiläum erreicht habe", erzählte Grams.

Angefangen mit dem Blutspenden hat er im Alter von 20 Jahren. "Damals gab es eine Aktion von der Feuerwehr zusammen mit dem DRK. Ich wollte einfach mal ausprobieren, wie es so ist, Blut abgenommen zu kriegen, und so hat das alles angefangen", erzählt Grams. Seitdem spendet er regelmäßig etwa drei Mal im Jahr Blut.

"Für mich ist das Blutspenden jedes Mal wie ein Gesundheitscheck, denn es wird dann kontrolliert, ob auch alles in Ordnung mit meinem Blut ist", sagt er. Natürlich spende er auch wegen des sozialen Aspektes: "Mit meinem Blut bewirke ich etwas Gutes, und das freut mich. Auch kann es ja sein, dass ich selber mal auf Spenderblut angewiesen bin." Noch fühle er sich jedoch gesund und fit. Sein Leben als Rentner ist ihm sogar zu langweilig, daher arbeitet der Sportbegeisterte nebenbei für das Sportinternat. "Ich arbeite als Fahrer und bringe die Sportler zu den Trainingsplätzen oder Hallen. Ich habe einfach Angst vor Langeweile und muss immer etwas zu tun haben", sagt Winfried Grams.

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Auch Hans Peter Freis ist Rentner und spendet regelmäßig sein Blut. "Mir gefällt es, etwas Gutes zu tun, und solange meine Gesundheit noch mitspielt, will ich auch weiterhin Blut spenden", sagt der 74-Jährige. Auch er kam zufällig zum Blutspenden und ist bis heute dabei geblieben. "Ich habe früher öfters die Arbeitsstelle gewechselt. An den neuen Arbeitsstellen wurde automatisch immer Blut gespendet, da es immer große Firmen waren, bei denen es oft zu Unfällen kommen konnte", erzählt er. Am längsten arbeitete er als Reparaturschlosser bei Bayer. "Die Leute vom DRK kamen immer drei bis vier Mal im Jahr in die Bayer-Werke, und so konnte ich dort bei diesen Gelegenheiten Blut spenden. Als ich dann im Ruhestand war, habe ich das Blutspenden beibehalten", sagt Freis. Auch heute noch geht er bis zu viermal im Jahr zur Blutspende und setzt sich so für andere Menschen ein.

Besonders freut es ihn, dass die Altersgrenze fürs Blutspenden aufgehoben wurde. "Ich bin zwar schon über 70, aber noch immer gesund und fit genug zum Blutspenden. Deshalb freut es mich, dass ich weiter Blut spenden kann. Auch habe ich die Blutgruppe Null-negativ, die für viele Leute verträglich ist", sagt er. Er kann dadurch beinahe jedem Blut spenden. Seine Blutgruppe wird besonders für Kleinkinder und Babys gebraucht. "Dass ich mit meinem Blut besonders Kindern helfen kann, freut mich umso mehr", sagt er stolz.

(sall)