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Dormagen: DHC setzt auf rigoroses Sparkonzept

Dormagen : DHC setzt auf rigoroses Sparkonzept

Er habe "viel gelernt" in den vergangenen Monaten, sagt Heinz Lieven. Doch die Erfahrungen, die der Geschäftsführer des Dormagener Handball-Club (DHC) Rheinland während des vor einer Woche erfolgreich abgeschlossenen Insolvenzverfahrens machte, möchte er "nie wieder" anwenden müssen.

Deshalb setzt der DHC in der am 3. September startenden Zweitliga-Spielzeit auf ein rigoroses Sparprogramm, dem als erstes Marketing-Manager Joachim Kurth zum Opfer fiel. Seine Aufgaben sollen künftig von einer externen Agentur übernommen werden, die organisatorische Arbeit in der Geschäftsstelle teilen sich die bisherigen Mitarbeiter Jennifer Franken und Roman Kaminski, der zusätzlich als "Team-Manager" das Bindeglied zwischen dem sportlichen Bereich um den neuen Trainer Richard Ratka und der Geschäftsführung der GmbH sein soll.

Die wird zunächst weiter von Heinz Lieven ehrenamtlich übernommen, ihm zur Seite stehen Aufsichtsrat und ein neu zu gründender Wirtschaftsbeirat aus Sponsorenvertretern. Der soll vor allem der Beschaffung neuer Gelder dienen. Gelingt das, möchte Lieven bis November einen hauptamtlichen Geschäftsführer einstellen.

Noch enger als bisher will der DHC mit dem TSV Bayer kooperieren, und das nicht nur auf sportlicher, sondern auch auf marketingtechnischer und organisatorischer Ebene. Ansonsten lautet Lievens Credo: "Sparen, wo es eben geht."

Der Etat für die neue Saison beträgt 1,05 Millionen Euro, von denen drei Viertel durch Sponsoren gedeckt sind, kalkuliert wird mit 1600 Zuschauern – darunter auch Dirk Andres. Doch der bisherige Insolvenzverwalter möchte nur noch als "Fan" vorbeischauen.

(NGZ)