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Dormagen: DHC-Rettung rückt näher

Dormagen : DHC-Rettung rückt näher

Mit 20.000 Euro hat die Neusser Rheinland Versicherungsgruppe als erster Sponsor eine zusätzliche Unterstützung des DHC Rheinland zugesagt. Der Versicherer sieht den DHC in der nächsten Saison in der Zweiten Liga.

Die erste Zusage ist beziffert: Die Rheinland Versicherungsgruppe unterstützt den insolventen DHC Rheinland nochmals mit 20.000 Euro. Am Freitagnachmittag erklärte das Neusser Unternehmen, das einer der drei größten Sponsoren des DHC ist, seine Unterstützung. Zusammen mit dem Geld aus der Spendenaktion sind mittlerweile über 45.000 Euro zusammengekommen. Damit ist ein knappes Viertel der Summe erreicht, die nötig ist, um die Saison in der Ersten Handball-Bundesliga zu Ende zu spielen.

Die soll nach Vorstellung der Rheinland-Versicherung und ihrem Vorstandsmitglied Christoph Buchbender künftig noch stärker betont werden. Foto: Lothar Berns

Allerdings hält die Rheinland Versicherung einen Verbleib im Oberhaus wegen der schwierigen Finanzierung über die laufende Saison hinaus nicht für erstrebenswert. Aus Sicht des Unternehmens sollte es aber eine Zweitligamannschaft geben, um einen Leistungsanreiz für begabte, junge Spieler zu bieten und damit den künftigen Schwerpunkt des Handballsports in Dormagen noch mehr auf die Jugendförderung zu setzen.

"Ich finde es hervorragend, dass die Rheinland Versicherung uns unterstützt", sagt DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven. Seiner Meinung nach passe die Linie, die der Versicherer verfolgt, ideal auch zum bisherigen Konzept des DHC: "Durch Kooperationen mit dem Sportinternat Knechtsteden und dem TSV Dormagen können wir Nachwuchsspieler in den Spielbetrieb integrieren." In Zukunft könnte dies noch mehr an Bedeutung gewinnen: Schafft es der DHC, die benötigten 200.000 Euro aufzubringen, ist ein Erhalt des Dormagener Handballs in der Zweiten Liga wahrscheinlich.

Dann wolle der DHC noch mehr junge Spieler aus der Region verpflichten – auch, um den Etat zu senken. "Um in der Ersten Liga zu verbleiben, müssten wir einen großen Sponsor finden, der den Hallennamen übernimmt", erklärt Lieven. Wobei ohnehin zunächst die sportliche Qualifikation gelingen müsste. Doch so oder so: "Der Etat für die nächste Saison ist sicher." Er hofft nun, dass weitere Unternehmen Unterstützung zusichern. "Bei unserem Sponsorentreffen am Mittwoch gab es bereits weitere Zusagen", sagt Heinz Lieven.

Christoph Buchbender, Vorstandsmitglied der Rheinland-Versicherung, erklärt: "Die Entwicklung in der Vergangenheit mit Blick auf den Erstligahandball zeigt, dass ein derart teurer Sport in dieser Region offenbar nicht zu finanzieren ist." Für ihn "Weg in die Zweite Bundesliga gangbar und realistisch." Er empfiehlt, einen runden Tisch mit potenziellen Sponsoren zu organisieren. "Da sind wir dabei", gab er an. Unterdessen ist die Spendenbereitschaft der Dormagener für den DHC weiterhin groß. "Wir haben daher die Spendenaktion bis Ende März verlängert", erläutert Michael Beckmann, der das Spendenkonto verwaltet.

(NGZ)