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Dormagen: Deutlich mehr Räder gestohlen

Dormagen : Deutlich mehr Räder gestohlen

Die Zahl der gestohlenen Fahrräder hat in Dormagen im vergangenen Jahr stark zugenommen: von 343 auf 441 Fälle. Die Polizei setzt vor allem mit Codierungsaktionen und Tipps gegen diese Entwicklung.

Im vergangenen Jahr wurden in Dormagen an jedem Tag durchschnittlich 1,2 Fahrräder gestohlen. Die Chance, es jemals wieder zu sehen, ist denkbar schlecht: Die Aufklärungsquote liegt unter zehn Prozent. 441 Fälle waren es insgesamt in der Stadt, im Rhein-Kreis Neuss 2700 und in NRW 89 282, und Experten gehen davon aus, dass es in 2012 ähnlich sein wird. "Die Zahlen beunruhigen uns auch", sagt der Sprecher des Fahrradclubs ADFC, Thomas Rommelspacher, "und wir haben keine wirklich plausible Erklärung." Die Zahl der Diebstähle ist in Dormagen konstant hoch: 343 Räder in 2010, 301 in 2009 und 375 Drahtesel in 2008.

Die Polizei kontrolliert verstärkt, bleibt aber letztlich in ihren Aufklärungsbemühungen hilflos. Sie setzt daher verstärkt auf Prävention und will durch häufige Codierungsaktionen den Fahrraddiebstahl erschweren und das Wiedererkennen erleichtern. Das sind die Tipps der Polizei, um sich vor einem Diebstahl zu schützen:

Aufschreiben Sofort nach dem Kauf die Daten des Drahtesels notieren. Denn nach einem Diebstahl ist eine genaue Beschreibung des Fahrrades mit Rahmennummer und weiteren Einzelheiten hilfreich.

Codieren Die Polizei prägt bei den regelmäßigen Codierungen eine Nummer in den Rahmen, der das Wiedererkennen erleichtert. Zu den Terminen ist der Eigentumsnachweis und das verkehrssichere Rad mitzubringen. Bei Rädern von Kindern ist die Einverständniserklärung der Eltern notwendig.

Abschließen Auch bei kurzen Besorgungen das Fahrrad immer an fest verankerten Gegenständen anschließen (zum Beispiel an einer Laterne)! Sichern Sie Ihr Fahrrad immer durch ein geeignetes Schloss (Faustformel: Preis circa zehn Prozent des Fahrradwertes)!

Einschließen Das Fahrrad (wenn möglich) nachts in der Garage oder einem Unterstand abstellen, auf jeden Fall nicht für jeden ersichtlich am Straßenrand stehen lassen.

Herunterladen Es gibt neuerdings eine Fahrrad-App: Ein polizeilicher Fahrradpass hilft, gestohlene Räder zweifelsfrei zu identifizieren, den Täter zu überführen und den rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen. Im Pass sind alle wichtigen Daten enthalten: von der Rahmennummer über Name und Anschrift des Radbesitzers bis zum Bild des Rades und der Hersteller. Dei kostenlose App gibt es für iPhones sowie Android-Smartphones. Vorteil der App: Der Radbesitzer hat die Daten auf dem Smartphone immer dabei.

Infos Mehr dazu unter www.polizei-beratung.de

(NGZ)