Der Skaterpark in Dormagen-Horrem kann endlich genutzt werden.

Freude in Dormagen: Skaterpark kann endlich genutzt werden

Was lange währt, wird endlich gut: Dormagens Skaterszene kann ihrem Hobby jetzt endlich wieder auf der Anlage in Horrem nachgehen. Die ist attraktiviert worden und steht nach einigen Verzögerungen nun zur Verfügung.

Der Ein oder Andere hatte wahrscheinlich nicht mehr daran geglaubt, dass es in diesem Jahr noch etwas werden würde mit der Wiederinbetriebnahme des attraktivierten Skaterparks in Horrem. Zwar waren schon im Sommer große neue Elemente an Ort und Stelle angekommen, doch dann gab es nicht eingeplante Verzögerungen. Unter Anderem hatte es zunächst nur eine Teilabnahme gegeben, weil bei der Grundierung der Anlage nachgebessert werden musste. Zuletzt sorgten laut Stadt Erdarbeiten dafür, dass die Anlage noch nicht in Betrieb genommen werden konnte. Jetzt aber ist es soweit: Die Endabnahme ist über die Bühne gegangen. Wie die Stadt Dormagen am Freitag mitteilte, kann der Skaterpark ab sofort genutzt werden. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, die moderne Anlage im Spätsommer zu eröffnen.

„Die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer stand für uns immer im Vordergrund“, erklärt dazu Tobias Plaz, der das Projekt beim städtischen Sportservice betreut. „Eine schnelle Eröffnung, die zulasten dieser Sicherheit gegangen wäre, kam deshalb einfach nicht in Frage.“ Die insgesamt rund 160.000 Euro teure Anlage mit Pool, Rails und Rampen sei aber eine richtige Attraktion geworden, betont Plaz: „Am Ende haben wir eine tolle Anlage für unsere Skater bekommen.“

Das bestätigt Joel (20), der die Bahn erstmals testete: „Das macht richtig Bock! Diese Anlage ist auf jeden Fall eine Bereicherung und im Rhein-Kreis Neuss einzigartig. Ich komme bestimmt wieder.“ Auch Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld freut sich über die Eröffnung der Anlage. „Ich finde vor allem bemerkenswert, dass wir hier zusammen mit den Skatern Ideen und Konzepte für den Park entwickelt und umgesetzt haben. Die Art und Weise, wie die künftigen Nutzer hier von Anfang an eingebunden wurden, ist für mich zukunftsweisend“, urteilte der Bürgermeister.

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Angenehm für die Stadt Dormagen: Einen Großteil der Kosten für das Projekt übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen. Kleiner Wermutstropfen: Der zusätzliche Bau eines Multifunktionsspielfeldes, der auch auf der Wunschliste für Horrem gestanden hatte, konnte nicht verwirklicht werden. Denn dazu reichte das Budget nicht aus. Sportservice und Politik hatten sich darauf geeinigt, alle vorhandenen Mittel in den Skaterpark zu stecken. Denn eine Anlage für weniger Geld hätte den Ansprüchen der Nutzer nicht genügt, hatte die Stadtverwaltung als Begründung genannt und war damit auf Verständnis gestoßen. Fördergelder vom Land NRW waren dadurch nicht, wie zwischenzeitlich befürchtet worden war, gestrichen worden.

Weil das Wetter inzwischen unsichrer ist und die Tage kürzer werden, wird auf eine offizielle Eröffnung mit einer Feier verzichtet – aber nur vorerst. Denn aufgeschoben soll nicht aufgehoben bedeuten. Lierenfeld verspricht eine standesgemäße Eröffnung im kommenden Frühjahr. „Da wollen wir dann endlich mit den Skatern eine richtige Einweihungsparty feiern, den Grill anschmeißen und vielleicht sogar einen kleinen Contest ausrichten“, umreißt der Bürgermeister die Planungen.

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