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Dormagen: Der schwere Weg der MIT

Dormagen : Der schwere Weg der MIT

Die Dormagener Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU ist im Kreisgefüge traditionell schwach. Mit Chef Ralf Höppe sollte der Umbruch gelingen. Nach vier Monaten geht der Aufschwung scheinbar schwer voran.

Ein Blick auf den Terminkalender auf der Internetseite der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU im Rhein-Kreis Neuss spricht Bände: Zahlreiche Netzwerktreffen, Betriebsbesichtigungen oder Vortragsreihen sind dort online angekündigt – in Kaarst, Grevenbroich, Neuss. Die Dormagener Terminspalte: leer.

Dass der Weg für den Hackenbroicher Immobilienexperten Ralf Höppe schwer werden würde, als er im Februar den Vorsitz der Dormagener MIT übernahm, war klar. Nach dem Hickhack um Ex-Vorstand Wolfgang Horst, der 2006 erfolgreich vor dem Bundesparteigericht der CDU gegen seine Abwahl geklagt hatte, war die Dormagener Vereinigung auf 13 Mitglieder geschrumpft.

Jens Hartmann, Chef der MIT im Rhein-Kreis Neuss, sieht dennoch Fortschritte: "Es ist wieder Leben in der Dormagener MIT." Immerhin auf 16 ist die Zahl der Mitglieder gestiegen. Die Zielvorgabe: 30 bis 40 Mitglieder solles es werden. Nach außen hin sind die Aktivitäten bisher allerdings kaum erkennbar. Und Hartmann ist Realist genug: "Die Vereinigung hat in Dormagen über Jahre nicht die öffentliche Diskussion mitgestaltet." Zudem hatte die Vereinigung mit dem Tod des stellvertretenden Vorsitzenden Armin Manitz einen Schicksalsschlag zu verkraften.

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"Der Schwerpunkt lag auf der Landtagswahl", sagt dagegen der Chef und gelernte Jurist Ralf Höppe. Erfolgreich habe die MIT den Kandidaten Wiljo Wimmer unterstützt. Inzwischen gebe es Kontakt zu Chempark-Betreiber Currenta, Höppe plant eine Verdoppelung der Mitglieder. Insbesondere Handwerker und Freiberufler hat er im Visier.

Sowohl Höppe als auch Hartmann verweisen darauf, dass es eine Annäherung zwischen Partei und MIT gegeben hat. "Die Chemie zwischen Ralf Höppe und dem Stadtverbandsvorsitzenden Norbert Dahmen stimmt", sagt Hartmann. Die Unterstützung von Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann, der als Beisitzer den damaligen Kandidaten Höppe unterstützt hat, ist da – aber gebremst. "Ich kann in meinem Amt als Bürgermeister nicht hingehen und sagen: Ich werbe jetzt neue Mitglieder."

Dass der Wiederbelebungsversuch eines siechen Ortsverbandes gelingen kann, hat Stephen Haines als Chef der Grevenbroicher MIT bewiesen: Ende Oktober 2009 übernahm er das Amt, Ende Januar gab es die erste Veranstaltung zum Thema Konjunkturpaket. Die Mitgliederzahl ist von 20 auf 30 angestiegen. "Wir versuchen einmal im Monat eine Veranstaltung anzubieten", so Haines. Doch auch er gibt zu: "Die Arbeit ist schwierig."

(NGZ)