Der schulpsychologische Dienst in Dormagen

Serie Familienbüro in Dormagen : Expertin für Fragen rund um die Schule

Schulpsychologin Gabriele Lange hilft Schülern, Eltern und Lehrern bei einer Vielzahl von Problemen.

Bei Fragen und Schwierigkeiten rund um das Thema Schule können sich Eltern, Lehrer und Schüler in Dormagen an Schulpsychologin Gabriele Lange wenden. „Das schulpsychologische Beratungsangebot des Rhein-Kreises Neuss im Familienbüro Dormagen ist kostenfrei und natürlich vertraulich“, erklärt Lange. Seit fast 39 Jahren berät sie alle am Schulleben beteiligten Personen. Seit 1980 arbeitet Lange nach ihrem Diplom-Abschluss in Psychologie mit dem Schwerpunkt auf pädagogischer Psychologie an der Beratungsstelle im Familienbüro.

Dabei unterstützt Lange beispielsweise bei Schulentscheidungsfragen, bei der Frage über die Schulfähigkeit eines Kindes, bei Teilleistungsschwierigkeiten wie Lese-, Schreib- und Rechenschwächen. Aber auch bei besonderen Begabungen, sozialen Verhaltensauffälligkeiten in der Schule, sowie Konflikten, Krisen und Mobbing steht Lange beratend zur Seite. Wer das Angebot braucht, kann unter 02133 470572 einen Termin mit ihr vereinbaren. Außerdem bietet sie an jedem ersten und dritten Dienstag des Monats von 14 bis 16 Uhr eine Offene Sprechstunde an, zu der jeder, der Redebedarf zum Thema Schule hat, kommen kann.

.„Das Schulleben hat sich in den letzten Jahren stark verändert und damit auch die Arbeit der Schulpsychologen“, berichtet Lange. „Ein großer Wendepunkt war beispielsweise der Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt 2002.“ Seitdem sei gerade das Thema Krise in ihrer Arbeit sehr präsent. Bis heute ist Lange Mitglied des 2004 gegründeten Netzwerks „Schulpsychologische Krisenintervention NRW“. Zu ihren Aufgaben gehört es nun auch, Schulen in Krisen zu unterstützen. Dazu zählen beispielsweise der plötzliche Tod eines Lehrers oder Schülers, Androhungen von Gewalttaten oder Schulbusunfälle. Als Krisenbenannte des Rhein-Kreises Neuss bietet Lange kreisweit Hilfestellungen beim Aufbau von schulinternen Krisenteams und der Erstellung von individuellen Notfallplänen an.

„Auch die schulpsychologische Einzelarbeit ist anders als früher“, erzählt Lange. Wenn sie beispielsweise bei Verhaltensauffälligkeiten oder Mobbingfällen zu Rate gezogen wird, versucht sie, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen. Dazu gehören Eltern, Schüler, Lehrer und auch Erzieher in offenen Ganztagsschulen. „Es ist sehr wichtig, dass wir uns austauschen und klären können, wie jeder helfen kann.“ Sowohl in Einzel- als auch in Gruppengesprächen geht es Lange darum, die subjektive Sicht des Gegenübers zu erfahren. Dabei bietet sie mit ihrer Fachkompetenz und ihrer langjährigen Erfahrung den Ratsuchenden Entscheidungshilfen, die es ihnen erleichtern sollen, im Schulalltag besser zurecht zu kommen.

„Das Schönste an meinem Beruf ist, dass ich Menschen in ihren Handlungsalternativen erreichen kann und dass sie dann wissen, was sie tun können, um Probleme bewältigen zu können“, sagt Lange. „Ich begegne ihnen nicht nur als Expertin, sondern auch als der Mensch, der ich bin.“

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