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Dormagen: Der neue Mann für den Klimaschutz

Dormagen : Der neue Mann für den Klimaschutz

Dennis Fels (26) ist neuer Klimaschutzbeauftragter der Stadt Dormagen. Als Mitarbeiter im Umweltteam Dormagen kümmert er sich unter anderem um das Solarflächenkataster und das städtische Klimaschutzkonzept.

Dennis Fels ist voller Tatendrang. Als neuer Klimaschutzmanager gehört der 26-jährige Neusser dem Umweltteam der Stadt Dormagen an. Fels tritt die Nachfolge von Marco Mersmann an, der zum April eine Stelle in Essen angenommen hatte. An seinem ersten Arbeitstag lernte Fels am Montag zunächst seine Umweltteam-Kollegen kennen, richtete sich im Technischen Rathaus ein und begann mit der Einarbeitung in erste Projekte.

Nach dem Bachelorstudium der Biologie in Düsseldorf folgte ein Masterabschluss der Landschaftsökologie in Oldenburg. "Ich wollte mich spezialisieren, da Biologie doch sehr breit angelegt ist", beschreibt Fels seinen akademischen Werdegang. Seit Ende Oktober hat er das Studium abgeschlossen. Es folgte ein Praktikum beim Landschaftsverband Rheinland. "Das war gut, um Verwaltungsstrukturen kennenzulernen", sagt Fels. Die im Praktikum gewonnenen Einblicke wolle er für seine neue Aufgabe in Dormagen nutzen.

Die Stelle als Klimaschutzmanager ist seine erste feste nach dem Studium. Dass genau darin auch eine Stärke von Dennis Fels liegt, davon ist Gregor Nachtwey als Fachbereichsleiter Städtebau überzeugt: "Wir wollten einen jungen, motivierten und engagierten Mitarbeiter, der nicht bereits in irgendwelchen Strukturen denkt, die er seit Jahren in einem vorherigen Job entwickelt hat." Dabei soll Fels keinesfalls ins kalte Wasser geworfen werden. "Viele Projekte hat Marco Mersmann bereits angestoßen und Rahmenbedingungen geschaffen", sagt Nachtwey. Nun gehe es darum, diese Projekte umzusetzen. Als Klimaschutzmanager ist Fels zuständig für das Klimaschutzkonzept der Stadt. Er wird sich zudem um das Solarkataster und das Projekt "Ökoprofit", durch das der betriebliche Umweltschutz gefördert werden soll, kümmern.

Bürgeranfragen haben den neuen Klimaschutzbeauftragten an seinem ersten Arbeitstag auch erreicht: "Ein Anrufer hat sich über die Aktion ,Stadtradeln' informiert", sagt Fels. Bei der Aktion sammeln Radfahrer in Teams bis zum 21. Juni zurückgelegte Fahrradkilometer, um für das umweltfreundliche Radfahren zu werben.

Interessiert hat Dennis Fels vor allem die "interdisziplinäre Struktur seiner Aufgaben als Klimaschutzmanager der Stadt", erläutert er den Grund für seine Bewerbung in Dormagen. "Der Klimawandel ist erst seit ein paar Jahren auch auf der Tagesordnung der Kommunen", sagt Fels. Sich in diesem Bereich mit eigenen Ideen einzubringen und Klimaschutzkonzepte mit zu entwickeln, reize ihn sehr.

"Wir haben in den vergangenen Jahren bereits viel im Bereich Klimaschutz unternommen. Einiges läuft kontinuierlich weiter wie die Umstellung auf LED-Leuchten im Straßenraum", macht Stadtplaner Nachtwey deutlich. Insgesamt könne die Stadt jedoch nur einen kleinen Teil zum Klimaschutz in Dormagen beitragen. "Wir wollen eine Vorbildfunktion haben und für den Klimaschutz werben", unterstreicht Nachtwey. Genau diese Vorbildfunktion soll Dennis Fels nun verkörpern und das Thema Klimaschutz zu den Bürgern und in die Unternehmen bringen.

(NGZ/ac)