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Dormagen: Der Gebühren-Check: Was Dormagener zahlen

Dormagen : Der Gebühren-Check: Was Dormagener zahlen

Im Vergleich zu anderen Kommunen im Rhein-Kreis Neuss liegt Dormagen bei Steuer- und Gebührenabgaben im Mittelfeld.

Dormagen führt als erste Kommune im Rhein-Kreis Neuss zum neuen Jahr die Sex-Steuer ein. Als Ergänzung zur Vergnügungssteuer rechnet Kämmer Kai Uffelmann dadurch mit zusätzlichen Einnahmen von etwa 52 000 Euro pro Jahr.

Direkt betroffen sind allerdings nur 27 Personen, nämlich die Prostituierten, die die Steuer abführen müssen. Von Abfall-, Abwasser- oder Straßenreinigungsgebühren wie auch Gewerbe- und Grundsteuern sowie Mieten sind dagegen wesentlich mehr Bürger betroffen. Wo steht Dormagen im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis?

Realsteuern Dormagen plant, seine Grund- und Gewerbesteuerhebesätze der Leitlinie des Landes für Kommunen im Haushaltssicherungskonzept anzupassen: die Grundsteuer B für Grundbesitz von 425 auf 445 Prozent zu erhöhen, der Gewerbesteuerhebesatz bliebe bei 440 Prozent. Die Stadt liegt und läge damit kreisweit im Durchschnitt. Derzeit erhebt Neuss die höchsten Steuersätze: Jeweils 455 Prozent bei der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer. Rommerskirchen hat die niedrigsten Sätze: 413 Grundsteuer B und 435 Gewerbesteuer.

Abfallgebühren In kaum einer anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen kann man sich so günstig seines Mülls entledigen wie in Dormagen. Dormagen liegt laut Steuerzahlerbund unter 396 Städten und Gemeinden auf Rang neun. Die Abfallgebühr liegt bei 177,38 Euro im Jahr. Grundlage ist die Berechnung für einen Vier-Personen-Haushalt mit einer 120 Liter-Tonne bei einer zweiwöchentlichen Leerung. Dormagen ist damit hinter Meerbusch (152 Euro) auch die preiswerteste Kommune im Rhein-Kreis Neuss. In Kaarst müssen auch nur 177,73 Euro gezahlt werden. Zum Vergleich: Für die gleiche Leistung muss der Rheinberger im Kreis Wesel 420 Euro berappen, der Bochumer 451 Euro.

Abwassergebühren Während Rommerskirchen im Rhein-Kreis die höchsten Gebühren für Abwasser erhebt, bewegt sich Dormagen im Mittelmaß. 1,12 Euro erhebt die Stadt von Grundstückseigentümern für einen Quadratmeter befestigter oder bebauter Fläche an Niederschlagsgebühren und 1,96 Euro für einen Kubikmeter Schmutzwasser. Rommerskirchen kassiert 3,85 Euro Schmutzwassergebühr sowie 1,07 Euro für Regenwasser und wird die Gebühren im kommenden Jahr noch erhöhen.

Straßenreinigung Dormagen will die Straßenreinigungsgebühr um 12,8 Prozent senken. Bei allgemeinen Straßen soll der Preis von 2,11 Euro auf 1,84 Euro pro Frontmeter vergünstigt werden, erläuterte jüngst Steueramtsleiterin Regina Herbertz. Damit läge Dormagen kreisintern ebenfalls im Mittelfeld: In Grevenbroich beträgt die Gebühr 1,62 Euro, in Kaarst ab 2013 1,19 Euro, in Neuss 2,88 Euro.

Mieten Die höchsten Preise im Rhein-Kreis zahlen Mieter in Meerbusch: 8,70 Euro kostet dort im Schnitt ein Quadratmeter gemietete Wohnfläche. Dormagen liegt mit 6,56 Euro pro Quadratmeter im mittleren Bereich, vor Rommerskirchen (6,25 Euro), Grevenbroich (6,18 Euro) und Jüchen (5,97 Euro).

(NGZ/rl)