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Der Club Behinderter und ihrer Freunde feierte sein Sommerfest in Horrem.

Sommerfest in Horrem : Der „cbf“ feiert und sucht Mitstreiter

Das ganz besondere Sommerfest des Club Behinderter und ihrer Freunde

In der Knechtstedener Straße war am Samstag eine ganze Menge an Feierlichkeit zu erleben. Essen und Trinken, eine Tombola, eigens Gebasteltes, und wer mochte, konnte auch trödeln.

Fünf Motorradfahrer mit Beiwagen standen bereit, um für die Besucher mit einer Stippvisite ins Kloster Knechtsteden den Spaßfaktor hochzuhalten. Gekonnter Veranstalter war der Club Behinderter und ihrer Freunde (cbf), der mit seinen sozialen Diensten überhaupt recht einfallsreich ist. Hier kreist alles um den Fahrdienst für Körperbehinderte, Blinde und ältere Leute. Ihnen wird die nötige Hilfe geboten beim Abholen, Erledigen von üblichen, wenn auch schwerfallenden, alltäglichen Besorgungen.

„Seit 40 Jahren gibt es uns bereits“, berichtet die Vorsitzende Ingrid Klein und kommt gleich auf ein Herzensanliegen. Fahrer für den behindertengerecht ausgestatteten Wagen werden dringend gesucht. Die müssten flexibel sein, zupacken können, mal für die Fahrgäste einen Arztbesuch organisieren, mal private Angelegenheiten miterledigen. Dieser Job auf 450-Euro-Basis sei durchaus etwas für fitte Rentner.

Überhaupt tut sich in diesem mit einem fünfköpfigen Vorstand ausgestatteten Club mit 200 Mitgliedern einiges. Kaffeetreff, Kegeln mit Ablaufschiene und Weihnachtsfeier sind Fixpunkte der Geselligkeit. Gelegentliche Ausflüge auch. „Ein bisschen mehr Beteiligung am Vereinsleben“, wünscht sich Ingrid Klein und „stärkeres Kümmern um die älteren Menschen in unserer Gesellschaft.“ Mit nachwachsenden jungen Leuten hofft sie frischen Wind einzuholen. Und wenn der männliche Anteil daran steigen würde, wäre das hochwillkommen.

Trotzdem kommt Freude auf im Club Behinderter und ihrer Freunde. „Wir sind in Dormagen gut aufgestellt, denn mittlerweile ist vieles behindertengerecht gestaltet worden“, so Ingrid Klein. Dennoch hört das Wünschen nicht auf, und das kreist oft darum, dass die Schwelle zum ehrenamtlichen Behindertendienst überall beherzter überschritten werden sollte.