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Dormagen: Der Brandeinsatz in St. Peter dauert an: Kohle brennt aus

Dormagen : Der Brandeinsatz in St. Peter dauert an: Kohle brennt aus

Der Großbrand in einer Lagerhalle der Spedition Bäumle in St. Peter ist auch nach drei Wochen noch nicht komplett gelöscht: Immer noch brennen die Kohlebriketts, die die Feuerwehr auf einen Berg aufgeschüttet hat, kontrolliert aus.

"Der Einsatz ist noch nicht beendet", erklärte Feuerwehr-Chefin Sabine Voss gestern Abend im Hauptausschuss. Insgesamt brannten 300 Tonnen von 1100 Tonnen Braunkohlebriketts, die sich trotz vorschriftsmäßiger Lagerung selbst entzündet hatten. Voss erläuterte, dass die Alternative zum Ausbrennen, das mit Monitoren und einer Brandwache der Feuerwehr überwacht wird, ein zeit- und platzaufwendiges Auseinanderziehen der einzelnen Kohlen gewesen wäre.

Erschwerend kam bei den Löscharbeiten am 23. April hinzu, dass sich die brennende Halle im Wasserschutzgebiet der Zone 3b befindet, so dass das Löschwasser aufgefangen werden musste. Auch eine für einen Brand von Kohle zu geringe Wasser-Ringleitung musste mit Hilfe einer Zisterne der benachbarten Spedition Offergeld und einer weiter entfernt liegenden Ringleitung verstärkt werden.

"Die Berufsfeuerwehr, die ehrenamtlichen Löschzüge und die Rettungsdienste haben hervorragend zusammengearbeitet", sagte Sabine Voss, die jedoch auf das Problem der tagsüber zu langsam anrückenden Einsatzkräfte aufmerksam machte: "Wie im Brandschutzbedarfsplan beschrieben, brauchen wir für Stürzelberg und St. Peter einen neuen Gerätehaus-Standort." Er könnte eventuell als "Staffelwache" zumindest tagsüber mit sechs Hauptamtlichen besetzt werden, so Voss.

(NGZ/rl/anch)