1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Der andere Blick in die Kirchen

Dormagen : Der andere Blick in die Kirchen

Bei der "Nacht der Kirchen" öffneten drei Gotteshäuser – St. Michael, die Christuskirche und die Baptisten-Kirche – ihre Türen. Bei diesem ökumenischen Projekt hatten die Besucher die Chance, andere Kirchen kennen zu lernen.

Bei der "Nacht der Kirchen" öffneten drei Gotteshäuser — St. Michael, die Christuskirche und die Baptisten-Kirche — ihre Türen. Bei diesem ökumenischen Projekt hatten die Besucher die Chance, andere Kirchen kennen zu lernen.

Luftballons und blaue Fußabdrücke zierten die Straßen. Sie wiesen den Weg in Dormagens Gotteshäuser, zu einer besonderen Nacht, der "Nacht der Kirchen". Viele Gäste, selbst bei strömendem Regen, kamen in die drei Kirchen St. Michael, die Christuskirche und die Baptisten-Kirche. "Es ist uns wichtig, dass wir den Besuchern die Möglichkeit bieten, auch die anderen Kirchen in Dormagen kennenzulernen und Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten festzustellen", sagt Adolf Thöne, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der St. Michael Kirche.

Ein halbes Jahr im Voraus setzten sich Vertreter der Gemeinden zusammen und entwickelten ein Programm, das die typischen Merkmale der einzelnen Kirchen in den Vordergrund rücken, allerdings auch eine große, christliche Gemeinschaft symbolisieren soll. "So kann man auch in andere Gemeinden hineinschnuppern", sagt Besucherin Birgit Tessmann.

Es wurden insgesamt drei Andachten in jeder der Kirchen gehalten, die auf ähnlichen Texten beruhten. Außerdem fanden diese parallel in den drei Kirchen statt, so dass die Besucher nach der Andacht entweder zu der nächsten Kirche pilgern, oder aber das Programm nutzen konnten, das auf die Unterschiede und die typischen Merkmale der einzelnen Gotteshäuser abzielte.

Während die Kirche St. Michael unter anderem den Fokus auf die Sakramente, wie die Beichte legte, Informationsstände aufbaute und eine Leseecke anbot, stand in der Christuskirche die Erkundung des Gotteshauses im Mittelpunkt. Den Besuchern stand es offen, kleine Führungen mitzumachen. Kleine und große Gäste durften in der evangelischen Kirche unter anderem die Orgel besichtigen, das in den Glockenturm steigen und das kleine Labyrinth durchquerem,. "Ich hatte schon länger geplant heute her zu kommen", sagt Besucherin Dora Schütte-Frische.

Auch die Baptisten-Kirche öffnete ihre Türen für Gäste. Neben einem Rastplatz, wo Besucher etwa kleine Pflänzchen mit ihren Wünschen an Gott pflanzen konnten, einem Lagerfeuer der Pfadfindergruppe und vielem mehr, wurde auch ein Theaterstück aufgeführt. "Ich halte die Nacht der Kirchen für eine tolle Idee. Viele Leute haben falsche Vorstellungen von anderen Kirchen. Es ist eine gute Gelegenheit, diese Hemmschwelle zu überwinden", sagt Dirk Beduhn, einer der Schauspieler.

Die Organisatoren ziehen en positives Fazit der ersten "Nacht der Kirchen": "Wir sind mit dem Abend und der Zahl der Gäste sehr zufrieden", sagt Adolf Thöne, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. Michael. Daher könnte es 2012 wieder eine "Nacht der Kirchen" geben.

(NGZ)