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Dormagen: Demografie – schmerzhafter Prozess

Dormagen : Demografie – schmerzhafter Prozess

Weniger, bunter, älter – das ist der Leitspruch, mit dem die Verwaltung auf die Problematik der demografischen Entwicklung hinweist. Doch welche Instrumente kann die Stadt einsetzen? Die NGZ erklärt in einer mehrteiligen Serie, wie die Politik den Konzern Stadt aus der Krise steuern will.

Weniger, bunter, älter — das ist der Leitspruch, mit dem die Verwaltung auf die Problematik der demografischen Entwicklung hinweist. Doch welche Instrumente kann die Stadt einsetzen? Die NGZ erklärt in einer mehrteiligen Serie, wie die Politik den Konzern Stadt aus der Krise steuern will.

Es gibt Ideen wie die von "Wir für Horrem": Haushaltshilfe, Behindertenfahrten, ambulante Pflege — kostenlos sei die Vermittlung solcher Leistungen, auf den Bedarf abgestimmt und unabhängig. Doch reichen Angebote wie das des Gesundheitsforums aus, um die Stadt auf den demografischen Wandel vorzubereiten?

Berechnungen zufolge wird Dormagen von 63 026 Einwohnern im Jahr 2010 auf 55 683 im Jahr 2035 schrumpfen. Kämmerer Kai Uffelmann hat in seiner Ansprache vor dem Rat mehr als deutlich gemacht, dass die Demografie viele Bereiche trifft. "Überkapazitäten im Bereich von Schulen" prognostizierte der Kämmerer genauso wie in "anderen Einrichtungen".

Dormagens Politiker sind der Meinung, dass die Stadt schon Maßnahmen ergriffen hat — weisen aber auch auf die Härten der Bevölkerungsentwicklung hin. Bernhard Schmitt, Fraktionschef der SPD, glaubt, dass die Stadt "unangenehmen Entscheidungen" nicht wird ausweichen können. Sein CDU-Pendant Wiljo Wimmer stellt der Verwaltung gar gute Noten aus und meint: "Wir beschäftigen uns nach meiner Wahrnehmung kreisweit am intensivsten mit den Folgen des demografischen Wandels."

Und in der Tat. In Dormagen entwickelt eine Stabsstelle Demografie Ideen, um das Schrumpfen der Bevölkerung zumindest zu bremsen. Demografie-Beauftragte Kerstin Belitz verweist neben Projekte wie "Wir für Horrem" auf die Lokale Allianz Dormagen, deren Initiatoren in Arbeitskreisen überlegen, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. "Das Thema", sagt Kerstin Belitz, "hat eine Dynamik bekommen."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Welche Maßnahmen sollen gegen den demografischen Wandel eingeleitet werden?

(NGZ)