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Dormagen: Delrather Vereine gegen Verkauf des Bahnhofs

Dormagen : Delrather Vereine gegen Verkauf des Bahnhofs

Mögen im Stadtrat auch die Würfel zugunsten eines Verkaufs des Alten Bahnhofs an einen privaten Investor gefallen sein – die Bürgerinitiative für ein Lebenswertes Delrath kämpft weiter darum, dass er in städtischem Eigentum bleibt.

Mögen im Stadtrat auch die Würfel zugunsten eines Verkaufs des Alten Bahnhofs an einen privaten Investor gefallen sein — die Bürgerinitiative für ein Lebenswertes Delrath kämpft weiter darum, dass er in städtischem Eigentum bleibt.

Rückdeckung gab es für die Initiative jetzt von den örtlichen Vereinen. Die St. Hubertus-Bürgerschützen haben sich eindeutig gegen einen Verkauf ausgesprochen. Laut Zentrums-Politiker Gerhard Woitzik wären andere Delrather Vereine gleicher Meinung. Daran, dass die Stimmen für die Einleitung eines möglichen Bürgerbegehrens zusammenkommen, hegt nicht nur er keinen Zweifel — dies wurde beim Stammtisch der Initiative im Alten Bahnhof deutlich.

Kritik wurde an der Informationspolitik der Stadt und des Bürgermeisters laut: Anders als jüngst im Hauptausschuss mitgeteilt, gibt es nach den Worten von Andrea Johann, der Sprecherin der Initiative, mindestens einen weiteren Kaufinteressenten. Wenn eine Deckungszusage der Bank vorliege, würden weitere Bewerber zugelassen. Angesichts von Sanierungskosten von umgerechnet 500.000 Euro, die 1995 investiert worden seien, seien die als möglicher Kaufpreis gehandelten 200.000 Euro viel zu gering, so der Tenor.

Skepsis gibt es auch gegenüber den Angaben zu laufenden Kosten für den Alten Bahnhof. Dietrich Krueger (BfD) wartete mit eingestandenermaßen einige Jahre alten Zahlen auf, wonach hierfür 14.000 Euro anfielen. Andrea Johann und ihre Mitstreiter können das nicht nachvollziehen, seien doch seit Jahren keine nennenswerten Investitionen in den Bahnhof erfolgt.

(NGZ)