Dormagen: Deichsanierung stellt Verband vor Schwierigkeiten

Dormagen: Deichsanierung stellt Verband vor Schwierigkeiten

Die Erbentagssitzung am Montag wurde abgesagt und wird in den nächsten Wochen nachgeholt.

Das Mammutwerk der Deichsanierung sollte im Januar bereits in die nächste Phase eintreten: Dann sollte der Antrag auf Planfestellung für die Sanierung des 13 Kilometer langen Deichs bei der Bezirksregierung eingereicht sein. Doch dazu ist es nicht gekommen. Wie Deichgräf Joachim Fischer auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, muss der Erbentag dieses Einreichen erst noch beschließen. Am Montag wird er es nicht - wie angedacht - bei der nächsten Sitzung des Spitzengremiums des Deichverbandes Dormagen/Zons beraten, da diese Sitzung abgesagt wurde. "Wir haben noch einige Dinge im Vorfeld zu klären", erläutert Fischer. Die Sitzung soll in den nächsten Wochen nachgeholt werden. Denn die Zeit drängt, da das Großprojekt, das die Sicherheit des maroden Deichs wieder herstellen soll, angeschoben werden muss.

In den vergangenen Monaten haben die Verantwortlichen des Deichverbandes versucht, die Planung der Sanierung, die rund 111 Millionen Euro kosten wird, auf Einsparpotenzial abzuklopfen. Ende Oktober 2017 ging Fischer von einer Reduzierung der Kostensumme aus. Er selbst war von der Höhe der Kosten überrascht, auch wenn ihm bewusst war, dass besondere Gestaltungen oder der Verlauf des Deichs nicht die günstigsten Bauvarianten waren. Statt der zuletzt angenommenen 50 bis 60 Millionen Euro Kosten für die neun Planungsabschnitte haben die Planer der Arbeitsgemeinschaft Hahn-Bender/Patt die Summe nun mit 80 Millionen Euro berechnet. Von der Gesamtsumme übernimmt das Land idealerweise 80 Prozent, sonst wird es noch teurer für den Deichverband Dormagen/Zons, der nun 22 Millionen Euro aufbringen muss. Das betrifft auch die rund 5000 Zwangsmitglieder aus Dormagen-Mitte, Rheinfeld, Zons und Stürzelberg.

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Einsparungen sind jedoch nicht so einfach umsetzbar, sondern sie stellen den Deichverband vor Schwierigkeiten: "Dabei müssen wir Vorschriften und Anforderungen beachten, damit das Verfahren von der Bezirksregierung Düsseldorf anerkannt wird", betont der Deichgräf auf Nachfrage.

(NGZ)