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Dormagen: Das schnelle Menü für den Heiligabend

Dormagen : Das schnelle Menü für den Heiligabend

Renate Großmann, Koch-Dozentin an der VHS, empfiehlt Maronen-Zimt-Suppe sowie eine Lachs-Kräuter-Pfanne.

Letztlich ist es eine Sache der grundsätzlichen Haltung: Die einen bereiten sich akribisch und mit großer Freude auf das opulente Menü für Heiligabend vor. Es ist für viele ein Höhepunkt zum Beginn des Weihnachtsfestes.

Die anderen gehen den Tag spontaner an und überlegen sich kurzfristig, was denn Leckeres am Abend auf den Tisch kommt. Für diese Zielgruppe ist Regina Großmann genau die richtige Frau. Die 53-Jährige ist Koch-Dozentin an der Volkshochschule. Kochen ist ihre Leidenschaft und Rezepte hat sie dutzendweise zur Hand.

"Ich habe schon in der Kindheit gerne gekocht", sagt die gebürtige Schwäbin. Eine Leidenschaft, die durch Reisen in andere Länder und das Kennenlernen anderer Küchen weiter entwickelt wurde. Für die NGZ-Leser hat Renate Großmann, die in Neuss zu Hause ist, in ihr Rezeptbuch geschaut. Der Auftrag lautete: ein feines Heiligabend-Menü zu präsentieren, das leicht zu kochen ist und dessen Zutaten heute noch bequem besorgt werden können.

Das empfiehlt die Expertin: "Als Vorspeise eine sehr weihnachtlichen Maronen-Zimt-Suppe, die man, wenn man es etwas cool haben möchte, im Glas servieren kann." Die Zutaten (für zehn Gläser): 2 kleine Zwiebeln (oder Schalotten), 1 Stange Porree, etwas Olivenöl, 500 g Maronen (vakuumverpackt und vorgegart), 800 ml Gemüsefond, 1 Zimtstange, 2 Lorbeerblätter, Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 300 ml Milch, Zimtpulver, Baguette oder Blätterteigstangen (können fertig gekauft werden), evtl. Madeira oder Sherry trocken, Milchaufschäumer.

So geht es: Zwiebeln schälen und würfeln. Porree der Länge nach halbieren, gründlich waschen und den weißen Teil in feine Ringe schneiden. Der grüne Teil wird für dieses Rezept nicht benötigt. Im heißen Öl die Zwiebelwürfel und die Porreeringe glasig dünsten. Maronen grob zerkleinern und zugeben und kurz mit andünsten und mit dem Gemüsefond aufgießen. Zimtstange und Lorbeerblätter zugeben und ca. 15 - 20 Minuten köcheln lassen. Zimtstange und Lorbeerblatt entfernen. Suppe fein pürieren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Milch erhitzen (sie sollte nicht kochen) und mit einem Milchaufschäumer sehr cremig schlagen. Die Maronensuppe in Latte-Macchiato-Gläser füllen und den Milchschaum darauf geben. Mit Zimtpulver bestreuen. Ein kleiner Schuss Madeirawein oder Sherry trocken kann auch nicht schaden (sollte ein paar Minuten mitköcheln). Es können Blätterteigstangen oder Baguette dazu gereicht werden.

Renate Großmann bietet dann ein "ganz schnelles Hauptgericht für nicht so geübte Köche an": Lachs-Kräuter-Pfanne mit grünen Bandnudeln.

Die Zutaten (4 bis 5 Personen): 500 bis 800 g Lachsfilet, Salz, Zitronensaft, etwas Butter, 2 unbehandelte Zitronen, 2 Becher Créme fraíche, ein halber Becher Sahne, 1 EL fein gehackter Dill, 2 EL fein gehackte krause Petersilie, 1 Teelöffel Senf, 125 g geriebenen Käse (Emmentaler oder Greyerzer), Salz und Pfeffer aus der Mühle, 1-2 Pakete grüne Bandnudeln.

So geht es: Lachsfilet gegebenenfalls noch entgräten, salzen und mit Zitronensaft beträufeln. Eine feuerfeste Form mit etwas Butter ausstreichen. Die Filets in die Form legen, dazwischen die in dünne Scheiben geschnittenen und halbierten Zitronenspalten setzen. Créme fraíche, Sahne, Kräuter, Gewürze und Käse mischen und über den Filets verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 25 - 30 Minuten überbacken. Die Bandnudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen und mit einer großen Gabel Nudelnester auf die vorgewärmten Teller formen. Guten Appetit!

(NGZ/rl)