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Die Fakten auf einen Blick: Das Protokoll des Unfalls

Die Fakten auf einen Blick : Das Protokoll des Unfalls

Aufräumarbeiten an der A 57

In der Nacht zum Dienstag hat sich auf der A57 ein schwerer Massenunfall ereignet. Ein Mann aus Jüchen kam ums Leben. 13 Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Auslöser des Unfalls waren brennende Plastikrohre unter einer Brücke auf Höhe der Autobahnraststätte Dormagen-Nievenheim.

Der Unfall: Um kurz nach Mitternacht zünden unbekannte Täter Plastikrohre an, die unter der Brücke gelagert waren. Sofort entwickelt sich Rauch, der den Autofahrern die Sicht nimmt. Es kommt zu einem Massenunfall. Sechs Lastwagen und fünf Autos verkeilen sich ineinander. Auch ein Transporter mit Neuwagen. Erst am Mittag konnte damit begonnen werden, die Unfallstelle zu räumen. Den Helfern von Polizei und Feuerwehr bietet sich der Anblick eines Trümmerfeldes.

Die Opfer: Ein 29-Jähriger Mann aus Jüchen überlebte den Unfall nicht. Er fährt mit seinem Hyundai in einen bulgarischen Lastwagen. Er sitzt allein in seinem Wagen. 13 Menschen werden nach Angaben der Polizei verletzt. Zwei von ihnen schwer.

Die Brandstiftung: Unter der Brücke wurden Plastikrohre gelagert. Die Rohre sollten auf einer unmittelbar daneben gelegenen Baustelle verwendet werden, um Telekommunikationskabel zu verlegen. Unklar ist, wer die Rohre – offenbar unter Verwendung von Brandbeschleunigern –angezündet hat. Beamte des Landeskriminalamts ermitteln.

Die Brücke: Der Schaden an der 85 Meter langen Brücke ist immens. Durch die Hitze fielen mehrere Platten herunter. Experten gehen derzeit davon aus, dass der Brückenteil in Fahrtrichtung Köln abgerissen werden muss. Über den anderen Teil der Brücke könnte der Verkehr dreispurig weiterlaufen, wenn die Standspur mitgenutzt wird. Derzeit wird aber davon ausgegangen, dass die A57 eine Woche lang gesperrt bleibt.

Die A57: Die Autobahn 57 ist eine der wichtigsten Routen im Rheinland. Die 128 Kilometer lange Strecke führt von Köln bis zur niederländischen Grenze bei Goch am Niederrhein. Der betroffene Abschnitt wird vor allem von Pendlern von Köln und Düsseldorf und zurück genutzt. Mehr als 100.000 Fahrzeuge sind hier am Tag unterwegs.

(csi)