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Dormagen: Das ist die neue Radiologie

Dormagen : Das ist die neue Radiologie

Im Kreiskrankenhaus Dormagen wurde im Juli das Zentrum für Radiologie eröffnet. Durch neue Großgeräte für Untersuchungen wie Kernspintomographien können die Dormagener ein größeres Behandlungsspektrum wahrnehmen. Die NGZ hat sich das Zentrum angesehen.

Auf den ersten Blick wirkt der Eingangsbereich beinahe wie eine Hotel-Lobby. Ein hölzerner Empfangstresen, moderne Einrichtung und diverse Sitzmöglichkeiten unterstreichen diesen Eindruck im neuen Zentrum für Radiologie im Kreiskrankenhaus Dormagen.

Anfang Juli wurde die Abteilung, die zum Beispiel mit einem Kernspintomographen neue Untersuchungsmöglichkeiten für Dormagen brachte, eröffnet. Insgesamt 7,5 Millionen Euro wurden in Um- und Anbau sowie neue Geräte investiert. Die NGZ hat sich die Radiologie angesehen und erklärt, welche Untersuchungen die Bürger nun direkt in ihrer Stadt wahrnehmen können — auch, wenn sie kein Patient des Krankenhauses sind:

Empfang/Anmeldung Patienten des Krankenhauses und mit Überweisung eines niedergelassenen Arztes zur Radiologie melden sich zunächst an und erhalten für bestimmte Untersuchungen einen Fragebogen. "Darin müssen zum Beispiel gewisse Erkrankungen angegeben werden", sagt Chefarzt Wolfgang Greiner. Vom dortigen Wartebereich geht es dann später zur Untersuchung weiter.

Digitales Röntgen Beim Röntgen werden die Aufnahmen direkt digitalisiert. Somit stehen die Bilder sofort zur Verfügung. "Zudem gibt es eine Reduktion der Strahlendosis von etwa 50 bis 70 Prozent", erklärt Greiner. Zu den Röntgen-Untersuchungsfeldern gehört auch die Mammographie.

Ultraschall Die Schilddrüse und die Halsweichteile können im Ultraschall untersucht werden. Häufig wird der Ultraschall ergänzend zu weiteren Untersuchungen in der Radiologie angewandt.

Magnetresonanztomographie/MRT "Vor unserem Umbau gab es keinen Kernspintomographen", sagt Hinrich Wieder, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin. Patienten mussten bisher weite Wege in Kauf nehmen, um einen MRT-Untersuchung zu erhalten. Zum Beispiel zur Knochen- und Weichteildiagnostik kann die Untersuchung dienen. Das Gerät arbeitet mit elektromagnetischen Wellen ("Radiowellen") in einem starken Magnetfeld.

Computertomographie Die Computertomographen arbeiten hingegen mit Röntgenstrahlen. Die neuen Geräte sind so schnell, das zum Beispiel scharfe Bilder vom schlagenden Herzen aufgenommen werden können. Untersucht wird zum Beispiel der Schädel, das Hirn oder der Bauchraum mit Niere und Leber.

Nuklearmedizin Bei der nuklearmedizinischen Untersuchung wird eine kleine Menge radioaktiven Stoffes in den Körper injiziert. Die Verteilung und der Weg des Stoffes werden verfolgt und sichtbar gemacht. Dies geschieht mit einer so genannten Gammakamera. Ein weiterer Teil der Nuklearmedizin ist die Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen.

Nuklearmedizinische Therapie Unter anderem entzündliche oder rheumatische Gelenkerkrankungen werden durch strahlende Substanzen behandelt.

"Insgesamt haben wir ganz neue Möglichkeiten auf dem aktuellen Stand der Technik", sagt Chefarzt Greiner. Das Angebot der Untersuchungen wurde durch den Kauf neuer Großgeräte erweitert. Für Patienten sollen Röntgen-, Ultraschall- und weitere Untersuchungen durch neue Verfahren angenehmer und schneller werden.

(NGZ/rl)