Dormagen: Das Erfolgsmodell "Mängelmelder"

Dormagen: Das Erfolgsmodell "Mängelmelder"

Seit 2011 können Dormagener über das Internetportal oder über die dazugehörige App die Stadtverwaltung auf Mängel hinweisen. Im vergangenen Jahr waren es 1478 Meldungen.

Am Straßenrand häufen sich Müll und alte Möbel, ein Schild, welches auf einen Kreisverkehr hinweist ist verdreht, auf dem Weg zur Arbeit sind riesige Schlaglöcher in der Straße oder eine Straßenlaterne funktioniert nicht mehr. Für die Behebung dieser Mängel ist meistens die Stadt zuständig. Diese kann aber erst reagieren, wenn sie über einen solchen Mangel informiert ist. Dafür gibt es den "Mängelmelder für Dormagen" im Internet. Dort können Bürger unter anderem solche Mängel melden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine App fürs Handy zu nutzen, mit der man sofort seinen Standort mit Bild und Beschreibung teilen kann. "Wir haben zwar Stadtbegeher, die auf Mängel achten, aber auch die können nicht alles sehen", sagt Swen Möser, Pressesprecher der Stadt.

Seit August 2011 kann das Portal für Dormagen genutzt werden. 1478 Meldungen wurden allein im vergangenen Jahr durch die zuständige Abteilung bearbeitet. Schickt ein Bürger eine Meldung, prüft die Bearbeitungsstelle zunächst, ob der Mangel im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegt. Bei "Wildem Müll", Straßenschildern oder kaputten Laternen auf öffentlichem Grund zum Beispiel wird umgehend die entsprechende Behörde informiert. "In der Regel werden diese Mängel in drei bis fünf Tagen dann auch behoben", sagt Möser. Neben Informationen über beschädigte oder fehlende Straßenschilder und wildem Müll gehören daher auch viele Komplimente für die Stadtverwaltung zu den Top-drei-Kategorien von 2017. Die meisten sind Lob für die schnelle Behebung.

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"Das Portal läuft gut, es wurde sehr gut angenommen", sagt Möser. Es funktioniert sogar so gut, dass das französische Staatsfernsehen 2013 eine Reportage über die erfolgreiche Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern in Dormagen gedreht hat. "Es ist eins unserer besten Angebote im Web", erzählt Möser. "Nicht nur die Bürger, sondern wir haben ja auch was davon", fügt er noch hinzu.

Sollte ein gemeldeter Mangel nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegen, sondern zum Beispiel beim Land Nordrhein-Westfalen, da es sich beispielsweise um ein Schlagloch auf einer Bundesstraße handelt, wird umgehend die Meldung weitergeleitet. "Der Mängelmelder ist definitiv eins unserer Erfolgsmodelle", sagt Möser.

(NGZ)