1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Das Bauland in Dormagen wird teurer

Dormagen : Das Bauland in Dormagen wird teurer

Die neuen Bodenrichtwerte sind beschlossen. Sie zeigen, wie viel Baugrundstücke in der Stadt durchschnittlich kosten. Besonders gefragt sind Dormagen-Mitte, Zons, Nievenheim-Ückerath und Delrath – dort gibt es leichte Steigerungen.

Stabile Preise und vereinzelte Anstiege – so lässt sich die Entwicklung bei den neuen Bodenrichtwerten zusammenfassen. Diese zeigen einen durchschnittlichen Lagewert für Grundstücke auf und wurden jetzt vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Rhein-Kreis Neuss beschlossen. Während vielerorts die Preise im Stadtgebiet stabil blieben, verzeichneten Dormagen-Mitte, Zons, Nievenheim-Ückerath und Delrath Preiszunahmen. Der Bodenwert wird als Hilfsmittel herangezogen, um den Wert einer Immobilie zu ermitteln.

Spitzenreiter bei den Bodenrichtwerten im Stadtgebiet ist unverändert Dormagen-Mitte. Der Durchschnittswert für ein Grundstück, auf dem eine mehrgeschossige Bebauung möglich ist, wurde entlang der Kölner Straße auf 700 Euro pro Quadratmeter festgesetzt. Dieser Wert ist seit 2009 unverändert. In der unmittelbaren Nachbarschaft wurde der zweithöchste Wert erzielt. So liegen die Preise für Baugrund im Bereich zwischen der Jussenhovener Straße im Süden und der Pommernallee im Norden bei 330 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg um zehn Euro im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls um zehn Euro gestiegen ist der Durchschnittspreis im weiter westlich gelegenen Innenstadtbereich. Dort liegt er bei 290 Euro pro Quadratmeter.

Makler Alfred Laufenberg hält den Bodenrichtwert für eine "seriös ermittelte Größe". Er gibt aber auch zu bedenken, dass die Preise im Einzelfall nach oben und unten abweichen können – abhängig von Faktoren wie Lage und Grundstückszuschnitt. Er habe die Erfahrung gemacht, dass die Grundstückspreise tendenziell eher höher liegen. "Wir fühlen im Bezug auf Dormagen einen größeren Anstieg", sagt der Geschäftsführer von Laufenberg Immobilien. Preistreiber sei die Knappheit an Baugrundstücken.

Aus den neuen Bodenrichtwerten geht hervor, dass neben Dormagen-Mitte auch einzelne Ortsteile besonders gefragt sind. Dazu zählt zum Beispiel Zons, wo mit 310 Euro pro Quadratmeter Baugrund der dritthöchste Wert mit Blick auf das Stadtgebiet erzielt wurde. Auch im restlichen Teil von Zons sind Baugrundstücke nicht wesentlich günstiger. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Wert dort auf um zehn Euro auf 300 Euro pro Quadratmeter. An Ortsteilen wie Zons zeige sich, dass die Nähe zum Rhein ein entscheidender Faktor für die Höhe der Grundstückspreise sein kann, so Laufenberg.

Für viele Käufer und Bauherren seien Infrastruktur und Verkehrsanbindung wichtige Kriterien. So sei für Kölner Hackenbroich (zwischen 210 und 260 Euro/Quadratmeter) aufgrund der räumlichen Nähe zur Domstadt interessant. Delrath wiederum profitiere von seinem S-Bahn-Anschluss. Dort stieg der Bodenrichtwert gegenüber dem Vorjahr um zehn Euro auf 240 Euro pro Quadratmeter. Stürzelberg (260 Euro/Quadratmeter) wiederum verzeichne ein großes Interesse aus dem Düsseldorfer Süden. "Dormagen profitiert davon, dass in Köln und Düsseldorf die Preise für Baugrund hoch sind", sagt Laufenberg.

Der Makler geht davon aus, dass die Grundstückspreise in absehbarer Zeit weiter steigen werden. Dafür spreche das geringe Angebot, der Zuzug aus den umliegenden Großstädten und die vergleichsweise günstigen Rahmenbedingungen.

(NGZ)