Dormagen: Darmstädter Büro plant jetzt das neue Beethovenquartier

Dormagen: Darmstädter Büro plant jetzt das neue Beethovenquartier

Aus dem Siegerentwurf des Wettbewerbs "Beethovenquartier" wird nun der Bebauungsplan entwickelt. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Planungsausschusses dafür aus, dass der städtebauliche Entwurf von Trojan + Trojan aus Darmstadt mit WGF Objekt Landschaftsarchitektur aus Nürnberg als Grundstruktur für die anstehenden Bauleitplanverfahren verwendet wird. Für die im Haushaltsjahr 2018 anfallenden Planungsleistungen stehen Haushaltsmittel in Höhe von 165.800 Euro zur Verfügung.

Zuvor hatte Professor Klaus Trojan den Ausschussmitgliedern die Pläne seines Büros für das "urbane Gartenstadtquartier, das von einem großzügigen Parkgelände eingerahmt ist", dargelegt. "Der hohe Anteil an Grün soll bestehen bleiben, die Häuser sollen sich durch ihre Raum- und Bau-Struktur von der Nachbarschaft unterscheiden", erklärte Trojan. Der Beethovenplatz als zentraler Ort des neuen Quartiers soll mit je einem Quartiersplatz im Norden und im Süden korrespondieren. "Zu den beiden Quartiersplätzen sollen auch die Wege führen", sagte der Architekturbüro-Leiter. Den vier- bis fünfgeschossigen Häusern wird ein sechsgeschossiges Haus als Kontrapunkt entgegengesetzt. Eine zusammenhängende Tiefgarage soll für reichlich Stellplätze sorgen. "Wir haben nicht nur rechte Winkel geplant, sondern eine Art Korbgeflecht für eine organische Struktur", so Trojan.

Beim 2016 ausgelobten städtebaulichen Wettbewerb der Stadt hatten die Bürger in drei öffentlichen Foren die Möglichkeit, im Dialog mit vier Entwurfsteams eigene Ideen und Anregungen in die Planung mit einfließen zu lassen. Die Empfehlungskommission hatte sich dann mit 9:5 Stimmen für den Entwurf von "Trojan + Trojan" ausgesprochen: "Der Entwurf zeigt sowohl eine zeitgemäße architektonische Haltung als auch einen sehr eigenständigen Ausdruck."

(cw-)