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Dormagen: Currenta investiert in Logistik

Dormagen : Currenta investiert in Logistik

Chempark-Betreiber Currenta wirft einen Blick in die Zukunft und erklärt, wo an den Standorten Dormagen, Leverkusen und Krefeld investiert werden soll. Verbessert werden soll in Dormagen etwa die Bahn-Logistik.

Chempark-Betreiber Currenta plant den Ausbau der Gleise und Fahrwege. Fast 33 Kilometer beträgt die Gesamtlänge des Gleis- und Weichennetzes der Chempark-Eisenbahn in Dormagen und Leverkusen einschließlich der öffentlichen Trassenanbindung an das Streckennetz der DB Netz AG. Derzeit bedeutet das vor allem, das "Stellwerkprojekt X 45" erfolgreich umzusetzen. Die Investition stellte der Chempark-Betreiber gestern in Leverkusen vor.

Fast 33 Kilometer lang ist das Gleis- und Weichennetz in den Chemparks Dormagen und Leverkusen. Fünf Millionen Euro werden nun investiert. Foto: Currenta

Fünf Millionen investiert

Ein Ziel: Im Zuge einer Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik die Sicherheit der Anlagen und die Verfügbarkeit zu erhöhen sowie die interne Bahnlogistik zu verbessern — verbunden mit der Zentralisierung der Stellwerksteuerung Dormagen und Leverkusen. "Oder einfach gesagt: unseren Stellwerkbetrieb auf den neuesten Stand bringen. Leistungsfähig auch für die Zukunft bleiben", so Heinz Holtschke, Leiter Eisenbahnbetrieb und -infrastruktur. "Die Planungen hierfür sind abgeschlossen, jetzt geht es darum, sie in die Tat umzusetzen."

Rund fünf Millionen Euro investiert der Betreiber der Eisenbahninfrastruktur in die Maßnahmen. Mit den neuen Anlagen und der neuen zentralen Steuerung könnten auch wesentliche Mengen des Schwerlastverkehrs problemlos von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Das ist langfristig nicht nur kostensparender und ökologischer, sondern schont auch die Straßeninfrastruktur innerhalb und außerhalb des Chemparks.

Das Projekt ist indes nur eine von mehreren Investitionen, die Currenta plant: Alleine 2012 plant das Unternehmen Investitionen an den drei Standorten in Höhe von 250 Millionen Euro. "Dies ist ein sehr gutes Zeichen nicht nur für Currenta, sondern auch für die über 70 im Chempark produzierenden Unternehmen", meint Günter Hilken, Vorsitzender der Currenta-Geschäftsführung. Und die Aufwendungen werden auch künftig auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2012 liegen.

So habe Currenta für 2013 und 2014 bis zu 500 Millionen Euro an Investitionen eingeplant. Hilken: "Für künftige Herausforderungen sind wir damit gut gerüstet." Einen Appell richtet Hilken indes an die Politik: "Um auch in Zukunft nachhaltig wirtschaften zu können, sind Investitionen unerlässlich." Dies erfordere einerseits die Akzeptanz der Industrie und von Investitionsprojekten durch die Gesellschaft. "Zum anderen benötigen wir wettbewerbsfähige Produktionsbedingungen, was vor allem für die Energiepreise gilt, sowie Planungssicherheit bei der Genehmigung von Projekten."

(NGZ/rl)