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Corona-Krise in Dormagen: Buchhändler freut sich auf Wiedereröffnung

Corona-Krise in Dormagen : Buchhändler freut sich auf Wiedereröffnung

Reaktionen aus Handel und Gesellschaft auf die neuen Regelungen. „Facebook live“ mit dem Bürgermeister am Freitag um 17.30 Uhr.

Trotz erster Öffnungen in der Corona-Krise bleibt das Kontaktverbot genauso wie das Abstandsgebot in Kraft, wie Bürgermeister Erik Lierenfeld betont: „Es bleibt das wichtigste Ziel, alle Menschen so gut wie möglich vor der Infektion zu schützen. Deshalb empfehle ich dringend das Tragen einer Mundbedeckung in Bereichen, wo Abstände nicht eingehalten werden können.“ Der Ausnahmezustand müsse leider zur Gewohnheit werden, so Lierenfeld.


Facebook live Bürgermeister Lierenfeld beantwortet am Freitag, 17. April, um 17.30 Uhr mit Martina Hermann-Biert, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Familie und Soziales, live auf Facebook  Fragen zu den Auswirkungen der neuen Verordnung für Dormagen.


Hotline Zudem ist die Bürger-Hotline der Stadt unter 02133 257-555 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr besetzt.


Buchhandel Die Checkliste liegt bereit: „Scheiben an der Kasse anbringen, farbige Markierungen auf dem Boden, Oberflächen regelmäßig reinigen, nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter...“  – Buchhändler Jorgos Flambouraris bereitet sich nach sechs Wochen Zwangsschließung auf sein geschäftliches Comeback vor und öffnet die „City-Buchhandlung“ an der Kölner Straße am Montag. In die Freude darüber mischt sich Skepsis: „Ich glaube nicht, dass das die Rettung wird“, meint er, „die Kunden sind verängstigt“. Er stellt sich auf die „Ungeduldigen“ ein, die schnellstens eine gekaufte Eintrittskarte für Konzert oder Kabarett zurückgeben wollen. Finanziell wird er wohl überleben, „nicht zuletzt dank der Treue der Kunden. Die Kfw-Mittel beispielsweise helfen den kleinen Betrieben aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl leider gar nicht. Das ist bitter.“

Eine positive Erkenntnis nimmt er schon jetzt aus der Corona-Krise mit: Das aus der Not heraus initiierte „Bücher-Taxi“, mit dem er bestellte Bücher zu den Kunden bringt, behält er bei. „Die Kunden, vor allem Ältere, freuen sich über diesen Service. Der wird ausgebaut und auch Rommerskirchen, und in Neuss Norf und Allerheiligen miteinbezogen.


Schützen Auch wenn ihm die offizielle Anordnung noch nicht vorliegt, geht Brudermeister Manfred Klein davon aus, dass das Schützenfest der St.-Hubertus-Bruderschaft Horrem vom 5. bis 8. Juni nicht gefeiert werden kann: „Dass unser Fest leider unter die Infektionsschutzmaßnahmen fällt, ist keine echte Überraschung mehr. Die Absage am Mittwoch an Großveranstaltungen bis zum 31. August war deutlich.“ In Horrem sollte in genau sieben Wochen das 100-jährige Bestehen der Bruderschaft mit einem großen Fest gefeiert werden. „Ich kann die Entscheidung unserer Regierenden nachempfinden, die Gesundheit geht vor. Wir hätten das Jubiläum zum jetztigen Zeitpunkt auch nicht mit der angemessenen großen Freude begehen können“, meint Klein, der hofft, dass Anfang Juni 2021 wieder alles in Ordnung ist. „Wir erwägen nicht, das Fest in diesem Jahr nachzuholen“, sagt der Horremer Brudermeister. Das Schützenkönigspaar Bernhard und Anne Schmitt bleibt bis 4. Juni 2021 im Amt. Dann würde sich ein weiterer Kreis schließen: Denn die Gründung der Horremer Schützen war zwar 1920, allerdings fand die protokollierte Gründungsversammlung erst 1921 statt. „So könnten wir vielleicht zwei Jahre unser 100. feiern“, meint Klein augenzwinkernd.

Musicalnacht Wie Veranstalter Marc Pesch erklärte, wurde die Musicalnacht auf der Freilichtbühne Zons auf den 4. September gelegt – vorbehaltlich weiterer Regelungen. Sonst soll auf 2021 verschoben werden.