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Corona in Dormagen: Händlerin fürchtet Maskenpflicht in Altstadt Zons

Corona in Dormagen : Maskenpflicht in der Altstadt von Zons: Händlerin befürchtet Minus

In der Altstadt Zons und in den Fußgängerzonen im Rhein-Kreis Neuss herrscht ab 19. Oktober Maskenpflicht. Eine Zonser Händlerin befürchtet Einbußen durch ausbleibende Kunden.

Nachdem im Rhein-Kreis Neuss die kritische 50er-Marke beim Inzidenzwert (Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner im Kreis innerhalb der vergangenen sieben Tage) am Wochenende mit 51,8 geknackt wurde, gelten ab dem heutigen Montag verschärfte Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Das heißt speziell für Dormagen:  In der Altstadt von Zons müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, ebenso in Fußgängerzonen im ganzen Rhein-Kreis Neuss.

Die Maskenpflicht in öffentlichen Außenbereichen, „in denen regelmäßig eine Unterschreitung des Mindestabstands zu erwarten ist“, ist nun vom Rhein-Kreis vorgeschrieben. Dadurch könnten sich weitere Kunden gegen den Besuch der Altstadt und damit ihres Geschenkeladens entscheiden, befürchtet Claudia Hofheinz: „Das werde ich bestimmt am geringeren Umsatz merken.“

Sie betreibt seit diesem Jahr „Salina – Das Lädchen in Zons“, mitten in der Altstadt, direkt neben dem Kreismuseum an der Schloßstraße. Einige Zons-Besucher nutzen schon jetzt die Alltagsmaske, um andere zu schützen. „Aber insgesamt merkt man eine starke Verunsicherung, die die Kunden abhält“, meint Claudia Hofheinz. Nach einem gut besuchten Samstag habe sich bereits am gestrigen Sonntag gezeigt, dass mehr Leute zu Hause bleiben: „Hier ist heute schon wenig los für einen Sonntag“, schildert Hofheinz.

Insgesamt ist sie allerdings bisher sehr zufrieden mit ihrem Umzug von Nievenheim nach Zons: „Hier in der Altstadt ist viel Laufkundschaft, es kommen Touristen, Spaziergänger und auch Zonser.“ Mit Geschenkartikeln, Schreibwaren und Nachhaltigkeitsprodukten möchte Claudia Hofheinz weiter punkten: „Ich hoffe, dass sich nicht so viele abschrecken lassen. Auch wenn natürlich die Gesundheit das wichtigste ist“, hofft sie, dass die Anzahl der Infizierten schnell wieder runtergeht.