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Dormagen: Containerbrand im Skaterpark

Dormagen : Containerbrand im Skaterpark

Skater, BMX- und Inline-Fahrer treffen sich regelmäßig auf der Anlage in Horrem, um ihren Sport auszuüben. Doch auch als Müllabladeplatz wird der Platz genutzt. Am Wochenende brannte dort ein Papiercontainer.

Am Samstagabend konnten Ralf Fuß und sein Sohn Luca noch alle Rampen nutzen. Der 38-Jährige ist leidenschaftlicher BMX-Fahrer, der 13-Jährige Skater. Oft nutzen Vater und Sohn die Anlage am Rudolf-Harbig-Weg, um ihrem Hobby nachzugehen. So eben auch am Samstag. Gegen 19 Uhr verließen die beiden den Platz. Alles war wie immer. "Leider auch die Glasscherben", sagt Ralf Fuß. Ein gewohntes Bild: Nicht auf, aber am Rande der öffentlichen Anlage liegen oft Scherben zerbrochener Flaschen.

Als die beiden Horremer am Sonntag gegen 13 Uhr wieder kamen, bot sich ihnen ein unschönes Bild: Offensichtlich war irgendwann zwischen Samstagabend und Sonntagmittag ein Papiercontainer verbrannt.

Übrig waren noch dessen Rollen sowie jede Menge nur zum Teil verbrannter Zeitungen. Die Überreste des Containers waren teilweise mit der Betondecke zwischen zwei Rampen verschmolzen. Die können nun so nicht mehr genutzt werden, da die Anlauf- bzw. Auslauffläche mit den verkohlten "Containerresten" versperrt sind. Ralf Fuß ist erbost. Er vermutet, dass der Altpapiercontainer mutwillig angezündet wurde. Weder Polizei noch Feuerwehr ist der Vorfall bekannt. Alarmiert worden sind die wegen des nächtlichen Feuers nicht. "Das ist dort nicht der erste traurige Fall von Vandalismus" , weiß Stadtsprecher Harald Schlimgen. Vor einigen Jahren sei eine Graffiti-Wand zerstört worden. Woher der Papiercontainer stammt, ist noch unklar. Noch hat niemand einen als vermisst gemeldet.

Für Ralf Fuß ist das Maß nun bald voll. Schon mehrfach hat er sich an die Stadt gewandt und sich über den Müll auf und an der Anlage beschwert. Passiert sei seiner Meinung nach nichts. "Die Technischen Betreibe haben den Auftrag, die Reste des Containers, die Asche sowie die Scherben schnellstmöglichst zu entfernen", informiert Schlimgen.

"Es fehlt auch ein Schild, das darauf hinweist, dass diese Anlage nur von Skatern, BMX-Fahrern und Inlinern genutzt werden darf. So wie es bei vergleichbaren Anlagen der Fall ist", sagt Fuß. Denn oft ließen Eltern ihre kleinen Kindern auf den Rampen rutschen. Doch dafür seien sie nicht gemacht. "Die Anlage ist eine Sportanlage und wird längst nicht mehr nur von Kindern und Jugendlichen genutzt." Auch das Schild mit Benutzerhinweisen für die Skateranlage soll laut Schlimgen noch in diesem Monat aufgestellt werden. Vermehrte Kontrollen wird es wohl nicht geben. Schließlich werfe auch der Hausmeister der benachbarten Sportanlage immer wieder einen Blick auf den Park. Ob dies und das Aufstellen des Schildes ausreichen werden, wird man sehen.

(NGZ)