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Dormagen: Christuskirche-Orgel: Teile werden zu Kunst-Objekt

Dormagen : Christuskirche-Orgel: Teile werden zu Kunst-Objekt

Wanderausstellung startet am 10. März in Düsseldorf.

Zwei Orgelrahmen und ein Fußpedal hatte der Künstler Holger Hagedorn von der alten Orgel der Christuskirche übernommen, um daraus ein Kunstwerk zu machen. Nachdem er die Rahmen abgeschliffen, gespachtelt und weiß gestrichen hatte, werden sie jetzt Bestandteil einer Installation der israelischen Künstlerin Zipora Rafaeov sein. Sie gehört mit zu den elf internationalen Künstlern, die ihre Werke auf der Ausstellung "reFORMation - transFORMation" präsentieren werden. Initiator ist die Evangelische Kirche im Rheinland, die das Kunstprojekt anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation zeigt. Kurator ist Holger Hagedorn. "Zipora Rafaelov wird in die Rahmen hundert Löcher bohren, sie mit Seilen verspannen und dort Papierfaltungen von Alltagsgegenständen anbringen. Es wird eine drei Meter breite und über zwei Meter hohe an eine Harfe erinnernde Installation sein, eine Licht-Schatten-Harfe", erklärt Hagedorn. Rafaelov gewann 2015 den mit 20.000 Euro dotierten Rhein-Sieg-Kunstpreis. Aktuell ist eine ihrer Installationen im israelischen Nationalmuseum in Tel Aviv zu sehen.

Zur Eröffnung am 10. März (ab 18.30) in der Johanneskirche wird auch Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, sprechen. Bis zum 6. April ist die Ausstellung in der Johanneskirche zu sehen, vom 13. April bis 1. Mai im Düsseldorfer Landeskirchenamt, vom 7. Mai bis 9. Juli im Kunstraum Notkirche in Essen, danach vom 15. Juli bis 10. September in der Kölner Antoniterkirche sowie vom 16. September bis 29. Oktober in der Hauptkirche Rheydt. Danach noch in Neuwied und Saarbrücken.

Für die Künstler ist sie gleichzeitig auch ein Wettbewerb. Noch am Abend der Vernissage wird der Preis in Höhe von 3000 Euro vergeben. "Dass der Rahmen der ehemaligen Christuskirchen-Orgel jetzt wieder in mehreren Kirchen in ganz anderer Funktion zu sehen sein wird, ist wie ein Kreis, der sich schließt", sagt Holger Hagedorn.

(goe)