Chempark Dormagen erwartet 1000 Beschäftigte zu Tarifveranstaltung

Industrie in Dormagen : 1000 Beschäftigte kommen zu Tarifveranstaltung

Die Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) will für die rund 580.000 Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie Verbesserungen herausholen. Weniger Arbeitsbelastung, mehr Absicherung im Alter und verstärkte Qualifizierungsmaßnahmen gehören zu den wichtigsten Zielen, die die IG BCE auf ihren Internetseiten als „Bündel von Tarifinformationen“ bezeichnet.

Am Dienstag, 8. Oktober, gibt es begleitend dazu eine große Veranstaltung („Tarifevent“), die im Chempark Dormagen stattfinden wird. Beginn ist um 12 Uhr, erwartet werden rund 1000 Beschäftigte aus dem Chempark Dormagen.

Treffpunkt für die Teilnehmer ist vor Tor 10 an der Neusser Landstraße. Für 12.30 Uhr ist ein Flashmob vorgesehen, eine kurze Aktion, bei der eine größere Gruppe Menschen etwas Ungewöhnliches tut. Am Dienstag werde auch der Bundesverhandlungsführer für die Chemische Industrie, Ralf Sikorski, nach Dormagen kommen, kündigte die IG BCE-Bezirk Köln-Bonn an. Die Beschäftigten würden mobilisiert, um in den Austausch mit dem Verhandlungsführer zu kommen und ein Zeichen für mehr zeitliche Selbstbestimmung und Entlastung im Berufsalltag zu setzen. „Wir wollen in dieser Tarifrunde frische Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Branche formulieren“, sagt Sikorski, gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der IG BCE. „Es wird Zeit, dass die Arbeitgeber hier mitziehen.“

Die Forderungen der Gewerkschaft lesen sich im Einzelnen wie folgt (und sind auch auf den IG BCE-Seiten im Internet nachzulesen):

- Die Einrichtung eines tariflich abgesicherten, persönlichen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1000 Euro, über das alle Beschäftigten, einschließlich der Auszubildenden, individuell verfügen können. Damit sollen moderne Arbeitsbedingungen geschaffen werden, insbesondere zur Umwandlung in lebensphasenorientierte Zeitentlastung.

- Eine spürbare und reale Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen.

- Die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung. Sie soll durch die Arbeitgeber finanziert werden und bei Eintritt des Pflegefalls die Finanzierungslücke zur gesetzlichen Vorsorge schließen.

- Die Entwicklung einer Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels.