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Dormagen: Chempark: 25 Verletzte nach Gasunfall bei Hoyer

Dormagen : Chempark: 25 Verletzte nach Gasunfall bei Hoyer

Ausgetretener chemischer Stoff auf dem Firmengelände des Chemie-Logistikers Hoyer hat am Montag zur Sperrung der Straßen rund um den Chempark geführt. Nach derzeitigem Kenntnisstand erlitten 25 Personen, die sich alle auf dem Gelände befunden hatten, Verletzungen, die von Ärzten vor Ort behandelt wurden.

Zuvor war bei Reinigungsarbeiten aufgrund einer undichten Leitung Chlorwasserstoff ausgetreten. Der Zwischenfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr. "Die Werkfeuerwehr war unmittelbar vor Ort im Einsatz und schlug die Dämpfe mit einer Wasserwand nieder", teilte Mark Mätschke vom Chempark-Betreiber Currenta gegenüber der NGZ mit.

Die K 18 wurde im Bereich Franz-Gerstner- und Mathias-Giesen-Straße gesperrt. Insgesamt seien 26 Kräfte der Werkfeuerwehr und sechs der Dormagener Feuerwehr im Einsatz. Der Produktaustritt konnte nach kurzer Zeit gestoppt werden. Die Sperrung wurde aufgrund dieser Informationen gegen 16:20 Uhr aufgehoben. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Kriminalpolizei ist vor Ort und hat mit den Ermittlungen zum Schadensfall begonnen. Eine Inaugenscheinnahme des engeren Tatortes erfolgt, sobald dies gefahrlos möglich ist.

Chlorwasserstoff wird in der chemischen Produktion unter anderem zur Herstellung verschiedener organischer Verbindungen und in Haushaltschemikalien verwendet. "Ein Standardprodukt", wie Mätschke erklärte. Die Luftmesswagen des Chempark und der Stadt Dormagen waren außerhalb des Chemparks im Einsatz und konnten keine erhöhten Werte feststellen.

Welche Menge Chlorwasserstoff entwichen ist, konnte der Currenta-Sprecher noch nicht sagen. "Die Mitarbeiter sind sicherheitshalber in die werksärztliche Abteilung gebracht worden", so Mark Mätschke.

(jco)