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Dormagen: CDU verschärft Kritik an Erik Lierenfeld

Dormagen : CDU verschärft Kritik an Erik Lierenfeld

Die CDU bleibt auf Konfrontationskurs gegen SPD-Ratsmitglied und stellvertretenden Bürgermeister Erik Lierenfeld. Dadurch, dass Lierenfeld den Protest-Stand gegen eine Bebauung in seiner Funktion als zweiter stellvertretender Bürgermeister beantragt habe, sieht die CDU das Neutralitätsgebot eines städtischen Repräsentanten verletzt.

Ähnlich äußert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Wiljo Wimmer (CDU). Er sieht ein Problem in den vielen Funktionen Lierenfelds. "Ich stelle nicht seine persönliche Integrität in Frage, aber ich sehe Interessenskonflikte", so Wimmer. Er frage sich, warum Lierenfeld als stellvertretender Bürgermeister und Repräsentant der Stadt die Sondernutzung für die Unterschriftenaktion mit beantragen kann und warum er zu den drei Klägern gegen das Verfahren zur Beigeordneten-Wahl zählen müsse. Auch die Wahl Lierenfelds zum neuen Juso-Vorsitzenden sieht er kritisch. "In dieser Rolle muss er polarisieren." Lierenfeld müsse entscheiden, ob seine Rolle als Parteipolitiker mit den Aufgaben als stellvertretender Bürgermeister zu vereinbaren seien.

Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann erneuerte seine Kritik: "Es geht nicht darum, dass er oder seine Partei eine unterschiedliche Meinung in der Sache vertritt", so Hoffmann. Sich zum Vertreter der Bürgerinitiative zu machen, sei für einen stellvertretenden Bürgermeister aber nicht in Ordnung. "Ich fühle mich nicht wohl dabei, wenn er mal als SPD-Politiker vor dem Rathaus protestiert und mich am nächsten Abend auf einer Veranstaltung vertritt."

Kritik übt die CDU aber auch in der Sache: "Es ist erschreckend, dass sich die Sozialdemokraten der Lösung der Probleme des demografischen Wandels verweigern", so Wimmer. Er habe von der SPD noch keinen Vorschlag für den Standort einer Seniorenresidenz gehört.

(NGZ)