CDU-Energie-Talk in Dormagen Verfahren müssen beschleunigt werden

Dormagen · Gemeinsam mit den beiden Bundestagsabgeordneten Günter Krings und Anne König sowie CDU-Stadtverbandsvorsitzender Anissa Saysay, diskutierte die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Troles über die Folgen des Ukraine-Krieges auf die Energiepolitik.

 Die CDU diskutierte beim Energie-Talk in Dormagen über die Folgen des Ukraine-Krieges für die Energiepolitik.

Die CDU diskutierte beim Energie-Talk in Dormagen über die Folgen des Ukraine-Krieges für die Energiepolitik.

Foto: CDU

Eine Kernforderung: Schnellere Genehmigungsverfahren bei der Energiewende. „Wir stehen vor neuen Herausforderungen, die wir schneller und effektiver lösen müssen, als vor der Krise, die auf den Energiemärkten durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurden“, betonte Troles. „Um gleichzeitig alle Arten Erneuerbarer Energien auszubauen und den Strukturwandel in unserer Region voranzutreiben braucht es vor allem schnellere und effizientere Genehmigungsverfahren.“

Krings, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe NRW im Bundestag, bezweifelte, dass die neuen Vorgaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium echte Steigerungen in der Geschwindigkeit von Planungen bringen werden: „In Deutschland dauern Planungen insgesamt zu lang. Auch bei den Neuansiedlung im Rahmen des Strukturwandels im rheinischen Revier brauchen wir dringend mehr Tempo.“ Für Anne König, Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie, steht außer Frage, dass Gas als Brückentechnologie vorerst notwendig bleiben wird: „Aber wir müssen jetzt mit Hochdruck andere Bezugsquellen von Gas erschließen, etwa über den Seeweg aus den USA. Um eine bezahlbare Versorgungssicherheit zu garantieren, brauchen wir den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien. Im Zweifel müssen wir auch einige stillzulegenden Kohle- und Atomkraftwerke noch ein paar Jahre länger laufen lassen.“ Mit dem Blick auf die Stadt war das Fazit von Parteichefin Saysay, dass mehr Innovationen und mehr Sensibilität gefragt ist, um Bürger von zu hohen Energiekosten zu entlasten: „Die Stadt muss eher ihre Schwerpunkte anpassen und mehr in klimafreundliche Strom- und Wärmeversorgungen investierent, als den städtischen Haushalt mit Immobiliengeschäften und schlecht geplanten Baumaßnahmen zu belasten. Die Möglichkeiten für mehr Solarenergie sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft.“

(NGZ)
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