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CDU-Spitzen in Dormagen und Grevenbroich begrüßen Laschet-Kandidatur

Politik in Dormagen und Grevenbroich : CDU-Spitzen begrüßen Laschet-Kandidatur

Unionsvertreter aus Dormagen und Grevenbroich begrüßen die Bewerbung von Ministerpräsident Armin Laschet um den Parteivorsitz. „Er ist der richtige Mann für diesen Job“, sagt die Landtagsabgeordnete Heike Troles.

„Wir brauchen wieder eine starke Volkspartei, eine starke Mitte – da sehe ich ihn als Parteichef an der richtigen Stelle“. Als ein „großartiges Zeichen“ bewertet Troles die Entscheidung von Jens Spahn, der auf eine eigene Kandidatur verzichtete und – falls Laschet Parteichef wird – Stellvertreter werden will. „Zusammen werden beide ein sehr gutes Team abgeben“, meint die Landtagsabgeordnete.

Sollte Armin Laschet an die Spitze der Partei gewählt werden, „hoffe ich sehr, dass er eine klare Kante zeigen wird“, sagt Wolfgang Kaiser, CDU-Fraktions- und Parteichef in Grevenbroich. „Die CDU braucht gerade jetzt eine deutliche Sprache und eine starke Führung, die ich im Moment vermisse. Ein männlicher Merkel nützt uns nichts.“ Die Union und Laschet stünden für die Mitte – „aber wir müssen diese Mitte auch profilieren, wir müssen klar sagen, was wir wollen“, sagt Kaiser. „Die Union muss es schaffen, den Wirtschaftsflügel einzubinden. Wer glaubt, ohne ihn auszukommen, macht einen Fehler.“

Sowohl Heike Troles als auch Wolfgang Kaiser könnten sich Laschet als Kanzlerkandidaten vorstellen – er sei „ein fähiger Mann“.

In Dormagen begrüßt Partei-Vorsitzender Hans-Ludwig Dickers Laschets Schritt: „Ich finde gut, dass er antritt. Laschet steht Merkel politisch am nächsten.“ Dickers hat selbst einen Favoriten, den er aber nicht verraten möchte, nur so viel: „Laschet ist es aber nicht“. Der CDU-Chef spricht sich für eine Mitgliederbefragung aus, „als ein Votum bzw Stimmungsbild“. Aber die Entscheidung über Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur (“Ich sehe dort keinen zeitlichen Druck, wir haben eine funktionierende Führung und sind nicht handlungsunfähig“) sollen am Ende dann doch die Delegierten treffen – unter Berücksichtigung des Mitgliedervotums.

(wilp, schum)