Dormagen: CDU kritisiert Erhöhung des Wasserpreises durch die evd

Dormagen: CDU kritisiert Erhöhung des Wasserpreises durch die evd

Parteichef Ludwig Dickers äußert "Befremden" und "Verärgerung" über die "kurzfristige und drastische" Erhöhung von fast 15 Prozent.

Für Unruhe sorgt die Ankündigung des Energieversorgers evd, zum heutigen Tag den Preis für das Trinkwasser um fast 15 Prozent zu erhöhen. Im Teilbereich der Fixkosten beträgt die Erhöhung sogar 41 Prozent für die Kunden, die im Dormagener Norden wohnen. Mit "Befremden und einer gewissen Verärgerung" reagiert der CDU-Stadtverband auf die "kurzfristige und drastische Erhöhung der Preise für das Trinkwasser. Das darf doch wohl nicht wahr sein". Die Frage nach dem "warum" müsse wohl erlaubt sein, sagt Parteivorsitzender Ludwig Dickers.

Er wundert sich, denn: "Der Bezugspreis für den Kubikmeter Wasser, welches durch die Kreiswerke Grevenbroich nunmehr für das gesamte Stadtgebiet zur Verfügung gestellt wird, hat sich nicht verändert. Es ist auch nicht bekannt, dass der Wassersektor der evd stark defizitär wäre."

Der Energieversorger hatte darauf hingewiesen, dass er den Wasserpreis erstmals nach 22 Jahren wieder erhöht. Ferner hätten sich die Kosten für Leitungen, Transport oder Personal so erhöht, dass jetzt eine Preiserhöhung notwendig geworden sei, damit der Wasserbereich nicht defizitär werde.

Die CDU will wissen, wie sich überhaupt die Preisentwicklung in den nächsten Jahren gestaltet, denn insbesondere mit Blick in die Zukunft sind auch nur wenige Risiken erkennbar, so Dickers, "da sowohl der Wasserpreis als auch die Pacht für das Leitungsnetz (im nördlichen Stadtgebiet) bekannt und kalkulierbar sind". Sein Fazit: "Eine derartige Preiserhöhung in einem Bereich, wo nur mit den Endkunden abgerechnet wird, ist somit wirtschaftlich kaum begründbar."

Dickers erinnert daran, dass Bürgermeister Erik Lierenfeld bei seiner Neujahrsansprache im Stürzelberger Schützenhaus den Gästen "ausdrücklich versichert hat, dass keine Steuer-, Beitrags- und Gebührenerhöhungen seitens der Stadt geplant sind". Letztlich bleibt neben der Vereinheitlichung der Bezugspreise im Stadtgebiet nur der derzeit unterdurchschnittliche Wasserpreis im NRW-Vergleich, welcher eventuell die Kartellbehörde zur Genehmigung der Preiserhöhung veranlasst haben könnte. Dies könne man nur als Monopolist so "geschickt" machen.

(schum)