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Dormagen: CDU gegen Berufsfeuerwehr in Dormagen

Dormagen : CDU gegen Berufsfeuerwehr in Dormagen

Neun Stunden lang beriet die große Fraktion der CDU über das Haushaltssicherungskonzept und die Vorschläge des Kämmerers. Kernaussage: Der Entwurf wird in weiten Teilen mitgetragen, auch wenn es für die Bürger zu schmerzhaften Einschnitten kommt.

Das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement müsse, so Fraktionschef Wiljo Wimmer, auf noch mehr Schultern verteilt werden. Das sind die wichtigsten Beratungsergebnisse:

Feuerwehr Dem Vorschlag einer Umbenennung der hauptamtlichen in eine Berufsfeuerwehr will die CDU-Fraktion nicht folgen. "Mit der bisherigen Arbeit der Dormagener Feuerwehr sind wir mehr als zufrieden und sehen daher keinen Anlass für eine solche Änderung. Der gemeinsam zu erarbeitenden Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes sehen wir optimistisch entgegen. Diesem kommt aufgrund der Gefahrenlage in unserer Stadt durch den Chempark sowie weitere, im Stadtgebiet ansässige Unternehmen und der Verkehrssituation mit Bahnlinie, Hafen und Autobahn eine besondere Bedeutung zu", so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Reinhard Hauschild.

Sport Die Verwaltung wird gebeten, Alternativmodelle, wie etwa die Beibehaltung aller vorhandenen Sporteinrichtungen bei Investitionen lediglich in Erhaltungsmaßnahmen, zu rechnen. Das Ergebnis dieser Kalkulation soll zunächst abgewartet werden.

Jugend Die Förderung von Kindern und Jugendlichen soll künftig von einer Stelle in der Verwaltung aus einheitlich gesteuert werden, unabhängig davon ob es sich um Maßnahmen für die Jugend im engeren Sinne, um kulturelle, sport-spezifische oder andere Angebote handelt.

Schule Aus finanziellen Gesichtspunkten soll es keine Schließung von Grundschulstandorten geben. Die CDU spricht sich für den Erhalt auch kleinerer Grundschulen aus. Zudem sehe die CDU-Fraktion die Bemühungen der Stadtverwaltung durchaus positiv, durch die Einbeziehung von Kindertagesstätten in die lebendigen Grundschulen Kosten zu sparen. Bereits im September 2011 hatte sie dazu einen entsprechenden Antrag eingebracht und eine gemeinsame Nutzung von Gebäuden durch verschiedene Einrichtungen - wo dies sinnvoll ist - vorgeschlagen.

Friedhöfe Es wird sie weiterhin in jedem Ortsteil geben. Ein Zentralfriedhof wird abgelehnt.

Bauen Neben der innerstädtischen Verdichtung durch Schließung von Baulücken und der Attraktivierung in die Jahre gekommener Wohnviertel sollen auch Wohnbauflächen in allen Ortsteilen ausgewiesen werden. "Zudem gilt es, auch künftig bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. Hier schlagen wir der Verwaltung vor, im Dialog mit den örtlichen Wohnungsgesellschaften passende Angebote zu schaffen", so CDU-Ratsherr Jo Deußen.

(NGZ/url/jco)