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Dormagen: CDU fordert Bad-Neubau

Dormagen : CDU fordert Bad-Neubau

Auf lange Sicht kommt Dormagen mit einem Hallenbad aus. Das meint der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Dormagen. Die Römer-Therme soll erhalten bleiben und ein neues Bad in zentraler Lage gebaut werden.

Mittel- bis langfristig muss die Stadt Dormagen mit einem Hallenbad auskommen. Das hat der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Dormagen auf Vorschlag seines Vorsitzenden Ralf Höppe beschlossen. "Dieses Bad sollte in einer zukunftsorientierten Freizeit-, Erholungs- und Sportanlage in zentraler Lage entstehen", fordert Höppe in einer Pressemitteilung.

Nach der gemeinsamen Sitzung von vier Fachausschüssen zur Bäder-Frage am Dienstag bezieht der CDU-Ortsverband Dormagen Stellung: Die beiden sanierungsbedürftigen Hallenbäder an der Robert-Koch-Straße und in Nievenheim sollten ohne kostenträchtige Sanierungen so lange weiter betrieben werden, wie dies die Betriebssicherheit zulasse.

"Die Zeit bis zu der schon aus finanziellen Erwägungen unvermeidlichen kurz- bis mittelfristigen Schließung der beiden Hallenbäder — deren vollständige Sanierung würde mindestens 14 bis 15 Millionen Euro kosten — muss genutzt werden, um in zentraler Lage am Straberger/Nievenheimer See in möglicher Kooperation mit dem Kreis einen Neubau entstehen zu lassen", so Höppe.

Der CDU-Ortsverband Dormagen spricht sich zudem für den Erhalt der Römer-Therme aus. "Mit der Finanzierung dieses Freibades sind Chempark und Bayer-Konzern bislang ihren sozialen und nachbarschaftlichen Verpflichtungen insbesondere gegenüber den Standorten Dormagen und Köln-Worringen nachgekommen", erkennt Höppe gern an. Gerade in der finanziell schlechten Situation sei die Stadt jedoch nicht in der Lage, zum Betrieb der Römer-Therme einen jährlichen Zuschuss von etwa 200 000 Euro zu leisten, daher stände der Chempark weiter in der gesellschaftlichen Verantwortung.

Jetzt gehen der Verwaltungsvorstand der Stadt und die Geschäftsführung der SVGD in die Offensive und bemängeln den fehlenden Willen der Bürgerinitiative BAD zum Dialog, wie sie in einer Stellungnahme erklärten: "Offensichtlich ist Frau Born als Sprecherin der Initiative bereits mit einer vorgefertigten Meinung in diese Veranstaltung gegangen, denn ihre vorgefertigte Presseerklärung wurde dort gleich verteilt." Die in dieser Erklärung geäußerte Unterstellung, der Gutachter sei von der SVGD beauftragt worden, die beiden städtischen Hallenbäder "kaputt zu schreiben", sei "ehrverletzend sowohl für die betroffenen Mitarbeiter der SVGD als auch für den Gutachter Dr. Brauer". Das zuvor auf Sichtprüfung erstellte Altenburg-Gutachten komme bei geringer angenommenen Sanierungskosten für die Hallenbäder zum Ergebnis, dass die sinnvollste Lösung der Neubau eines Bades sei. Das Brauer-Gutachten stütze also die Kernaussagen des Altenburg-Gutachtens.

(NGZ/rl)