CDU Dormagen: Zwei Männer rücken für zwei Frauen in den Stadtrat nach

Stadtrat in Dormagen : Zwei Männer rücken für zwei Frauen in der CDU-Fraktion nach

Bei den Christdemokraten im Stadtrat gibt es einen Wechsel.

Veränderungen gibt es bei der CDU im Stadtrat: Zum 1. April ist Stephan Lenz für Sabine Prosch nachgerückt, zum 1. Mai wird Ralf Ludwig Nachfolger von Tina Kühn. Damit ersetzen zwei Männer zwei Ratsfrauen, die aus unterschiedlichen Gründen mit verschiedenen Konsequenzen für ihre zukünftige Arbeit aufhören. „Sabine Prosch, die wieder für den Kreistag kandidieren wird, möchte die Doppelbelastung im Kreistag und im Stadtrat entzerren“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Kai Weber auf Nachfrage unserer Redaktion.

Bei Tina Kühn, die sich stark im Sportausschuss eingebracht hat, war ihr Rückzug eine persönliche Entscheidung, wie sie selbst sagt: „Mehrfachbelastungen durch Berufstätigkeit, familiärer Einsatz für meine Schwiegereltern und mein politisches Engagement haben gesundheitliche Spuren bei mir hinterlassen, was mir in meinem letzten Urlaub klar wurde. So habe ich vorzeitig wirklich schweren Herzens mein Mandat zum 1. Mai niedergelegt.“ Rückblickend sagt Tina Kühn: „Die fünf Jahre im Rat waren eine aufregende und prägende Zeit voller wichtiger positiver wie negativer Erfahrungen.“ Auch wenn sie betont, eine „aufmerksame Bürgerin Dormagens“ zu bleiben, stellt die 59-Jährige in Richtung Christdemokraten fest: „Die Politik in der CDU Dormagen hat keinen Platz mehr in meinem Leben.“

Mit der Aufstellung der Kandidaten für die nächste Kommunalwahl – eine Aufgabe des Stadtverbandes der Christdemokraten – ist CDU-Fraktionsvorsitzender Weber „sehr zufrieden“, wie er betont: „Wir hatten eine große Auswahl an möglichen Wahlkreiskandidaten und konnten dafür mehrere neue Leute gewinnen.“ So werden der TSV-Handballabteilungsleiter Jocky Krapp, ehemaliger Schützenkönig und Ex-Bürgerstiftungsvorsitzender, und das BSV-Vorstandsmitglied Willi Beivers bei den Kommunalwahlen 2020 für die Dormagener CDU antreten. „Es ist schön, wenn sich Menschen für Politik interessieren und mitgestalten wollen“, so Weber. Dabei sei ein Trend nicht optimal, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende zugibt: „Es ist schwer, Frauen für die Ratsarbeit zu gewinnen. Da wünsche ich mir mehr Frauen, die für den Stadtrat kandidieren.“ Weber geht davon aus, dass seine beiden Stellvertreter Jo Deußen und Rüdiger Westerheide ebenso im Fraktionsvorstand weitermachen wollen wie er selbst: „Die CDU zeigt trotz der Wechsel Konstanz.“

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