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Dormagen: BvA wird 50 Jahre alt

Dormagen : BvA wird 50 Jahre alt

Heute Abend ist der offizielle Festakt zur 50-Jahr-Feier des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums – einer Schule im Wandel, die zum Jubiläum nicht nur zurückschaut, sondern auch viel Neues präsentiert.

Heute Abend ist der offizielle Festakt zur 50-Jahr-Feier des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums — einer Schule im Wandel, die zum Jubiläum nicht nur zurückschaut, sondern auch viel Neues präsentiert.

Lehrerin Julia Heuser mit Schülern, die am BvA Streichinstrumente lernen. Foto: Hans Jazyk

Es ehrt Wolfgang Seyfert, dass er den kleinen Schönheitsfehler zum Jubiläum selbst zur Sprache bringt: "Ausgerechnet zur 50-Jahr-Feier fehlt uns ein Schulleiter", sagt der Mann, der diese Aufgabe im August 2010 als Nachfolger von Bernhard Schieren kommissarisch übernommen hat — und das große Schiff souverän durch unruhiges Fahrwasser steuert.

"Das Abitur nach acht Jahren, also G8, hat alle Schulen gründlich auf den Kopf gestellt", sagt Seyfert. Zudem befinde sich das 1961 gegründete Gymnasium personell in einer heftigen Umbruchphase: "Wir haben binnen zehn Jahren den Altersschnitt unseres Kollegiums von 54 Jahren auf momentan Anfang 40 gesenkt." Seyfert kommt oft auf das junge, engagierte und harmonisch funktionierende Kollegium zu sprechen, wenn er über Stärken der Schule spricht. Zu denen gehören auch das breite Angebot an Kursen in der Oberstufe und das Bemühen, neben dem äußerst regen musischen Leben — die geplante Streicherklasse etwa kommt ab Sommer definitiv mit nun zehn Anmeldungen zustande — auch einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt zu bilden.

Jetzt aber wird erstmal Bilanz gezogen, mit Stolz zurückgeschaut auf 50 Jahre Schulgeschichte, die heute Abend beim Festakt in der Aula gefeiert wird — einer Feier, "in der wir ganz viel von der Schule zeigen", wie Seyfert betont. Schulorchester und -chor werden den Eingangschor "O Fortuna" aus Carl Orffs "Carmina Burana" anstimmen, Gemeindereferent Martin Brendler, der vor 25 Jahren sein Abi am BvA gemacht hat, wird sprechen, Kreisarchivar Karl Emsbach einen Film über die Anfangsjahre der Schule zeigen.

"Im Mittelpunkt wird unsere Namensgeberin Bettina von Arnim stehen", betont Seyfert. Präsentiert werden auch das neue Jahrbuch und ein neues Logo für die Schule, die sich für ihre Zukunft wappnet — und konkrete Erweiterungswünsche hat. "Wir hoffen auf eine bauliche Erweiterung, um künftig auch Mittagstisch anbieten zu können", sagt Seyfert. Problem: "Jede Idee kostet Geld. Aber wir werden weiter quengeln", sagt der Schulleiter und lacht. Er weiß um den Wettbewerb und die Bedeutung einer steten Weiterentwicklung auf allen Ebenen, die von allen Akteuren getragen werden muss — "damit wir eine hervorragende Schule bleiben."

Da trifft es sich gut, dass selbst in die Schulleiterfrage offenbar Bewegung gekommen ist: Laut Seyfert zeichnet sich in der vierten Bewerbungsrunde endlich ein aussichtsreicher, überzeugender Kandidat für seine Nachfolge ab.

(NGZ)