BvA-Gymnasium in Dormagen informiert über Stipendien

Förderung für Schüler in Dormagen: BvA informiert über Stipendien

Stipendiaten berichteten von ihren Erfahrungen und vom Nutzen der Förderungen.

Mit rund 120 Schülern und Eltern, darunter auch Gäste von anderen Gymnasien in Dormagen, stieß der dritte Stipendieninformationsabend am Bettina-von-Arnim-Gymnasium auf eine sehr gute Resonanz.

Zu Beginn stellte Simone Jawor-Jussen von der Universität Düsseldorf das Projekt „Talentscouting“ vor, an dem das BVA teilnimmt. Als Talentscout berät sie Schüler ab der Jahrgangsstufe 10 langfristig bei der Studien- und Berufsorientierung. Hierfür bietet sie regelmäßig Sprechstunden an der Schule an. Für das anschließende Informationsgespräch hatte Johannes Rauwald Vertreter von sechs verschiedenen Stipendiengebern eingeladen. Vertreten waren die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Stiftung der deutschen Wirtschaft und die Studienstiftung des deutschen Volkes. Die meisten Sprecher waren selbst Stipendiaten und konnten daher aus eigener Erfahrung über das Auswahlverfahren und den praktischen Nutzen eines Stipendiums berichten. Besonders motivierend war es, dass mit Norman Thies und Julian Buchholz auch zwei ehemalige Schüler des BVA auf dem Podium saßen.

In der Podiumsdiskussion wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Stipendiengebern deutlich. Es ist sehr wichtig, die Organisation, bei der man sich bewerben möchte, sorgfältig auszuwählen und sich gut über ihre Art, ihren Zweck und ihre Ziele zu informieren. Manche Stiftungen legen z.B. besonderen Wert auf die Förderung von Studierenden, die einen Migrationshintergrund haben oder deren Eltern selbst nicht studiert haben. Eine erste Orientierung bietet der „Stipendienlotse“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (www.stipendienlotse.de).

In der Podiumsdiskussion rückten viele wichtige Aspekte eines Stipendiums in den Blick. Ein Stipendium fördert materiell durch eine Geldzuwendung und immateriell durch ein breites studienbegleitendes Seminarangebot. Auch entstehen unter den Stipendiaten oft Netzwerke, die später beim Einstieg in den Beruf nützlich sein können. Gute bis sehr gute Leistungen in Schule und Studium haben große Bedeutung, sind aber nicht allein ausschlaggebend. Die meisten Stipendiengeber legen auch Wert auf Bereitschaft zu gesellschaftlichem Engagement. Der Bewerbungsprozess ist umfangreich und erfordert Zeit und Mühe.

(schum)
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