Dormagen: Burgpark ab Sonntag geöffnet

Dormagen : Burgpark ab Sonntag geöffnet

Der Rhein-Kreis hat die Umgestaltung des Zonser Burggeländes abgeschlossen. Mit einem gemeinsamen Programm der Kreis-Einrichtungen wird das Gelände feierlich eröffnet. Der aufgewertete Park wird vorerst kostenlos geöffnet.

Baulärm und Schwerlastverkehr haben ein Ende. Die Umgestaltung des Zonser Burggeländes durch den Rhein-Kreis ist so gut wie abgeschlossen. Am Sonntag eröffnet Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den Burgpark, der dann von Besuchern der mittelalterlichen Zollfeste sowie den Zonser Bürgern kostenlos genutzt werden kann. Die drei Kreis-Einrichtungen präsentieren sich auf dem Burggelände im Rahmen eines Tages der offenen Tür.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes, Kreisbaudezernent Nicolas March, Landschaftsarchitekt Bernhard Korte und Norbert Kühn vom Landschaftsverband Rheinland präsentierten den neuen Park. Foto: H. Jazyk

Rund ein Jahr lang haben die Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten auf dem denkmalgeschützten Gelände gedauert. Von der Sanierung der alten Burgmauer bis hin zur Pflanzung neuer Bäume wurde viel getan. "Wir haben so saniert, dass das mittelalterliche Flair erhalten bleibt", sagt Kreisbaudezernent Nicolas March. Davon, dass der Park auf dem Burggelände den Charakter der gesamten Anlage noch unterstreicht, ist Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes überzeugt. "Wir haben das Gelände 1972 gepachtet und seitdem mit der Sanierung des Museums, der Nordhalle und letztlich mit dem Park viel bewegt", fasst er zusammen. Insgesamt wurden nun noch einmal annähernd 1,4 Millionen Euro investiert. Die Mittel kommen aus dem Konjunkturpaket II, vom Landschaftsverband Rheinland, von der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss sowie vom Rhein-Kreis.

Am Sonntag wird der neu gestaltete Park offiziell eröffnet. Foto: Hans Jazyk

Nach der offiziellen Eröffnung am Sonntag um 13 Uhr laden Kreismuseum, das Archiv sowie das Mundartarchiv "Ludwig Soumagne" in ihre Räume ein. "Wir werden dann die Fenster im Obergeschoss des Museums öffnen. Beim Blick auf den Park werden die Besucher dann erkennen, dass das Gelände eine Einheit bildet", erläutert Museumsleiterin Angelika Riemann. Die Natur sei das Vorbild der Kunst des Jugendstils. Beim Umbau des Geländes sei besonders darauf geachtet worden, diese Verbindung erlebbar zu machen.

Bis 17 Uhr können Besucher des Geländes in Foto und Film die Umgestaltung nachvollziehen. Das Museum bietet Manga- und Origami-Workshops sowie Führungen durch die aktuelle Ausstellung "Wahlverwandtschaften" ab 14 Uhr an. Eine Audiostation kann im Mundartarchiv genutzt werden.

Doch auch das Gelände an sich kann sich sehen lassen. Vom Belvedere hinter dem Eingangstor gibt es einen schönen Blick auf das Rheinvorland. Im Garten der Wehrhaftigkeit gibt es die Möglichkeit zu verweilen. Von einer neuen Terrasse auf dem Bunker im Burggraben lässt sich ein Blick auf eine weitläufige Blumenwiese erhaschen. Die große Wiese hinter dem Museum wurde durch neue Bäume und Wege ergänzt. Auch vom Südtor aus, lässt sich der Park betreten.

(NGZ)
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