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Bundestagskandidat im Wahlkreis Neuss I: Falk vom Dorff von den Linken

Bundestagskandidat der Linkspartei : „Recht, am gesellschaftlichen Reichtum teilzuhaben“

Falk vom Dorff ist gebürtiger Neusser und kandidiert für Die Linken im Wahlkreis 108 Neuss I. Er will die Fünf-Prozent-Hürde überspringen.

Ein „Nüsser Jong’“ will in den Bundestag. Ein hohes Ziel, das sich Falk vom Dorff gesetzt hat und ein wohl wenig wahrscheinliches. Letztlich geht es dem 34-Jährigen, der für Die Linken im Wahlkreis Neuss, Dormagen, Grevenbroich, Rommerskirchen und Teilen von Jüchen antritt, eher darum, Präsenz zu zeigen und für die Ideen und Politik der Linken zu werben. Wenn die Linken dann die Fünf-Prozent-Hürde überspringen, „bin ich zufrieden“.

Vom Dorff ist politisch ein Spätberufener. Vor vier Jahren wurde er Parteimitglied, Auslöser für seinen Eintritt war die Präsidentschaft von Donald Trump: „Ich habe mir gesagt, jetzt muss ich mich engagieren.“ Gesagt, getan, heute ist er nicht nur Bundestagskandidat, sondern auch Kreissprecher der Linken. Linke Politik hat auch mit seinem bisherigen Leben zu tun. Der gebürtige Neusser hat auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur gemacht und studiert jetzt auf Lehramt Geschichte und Sozialwissenschaften. 

 Falk vom Dorff, Die Linke.
Falk vom Dorff, Die Linke. Foto: Die Linken

Als Arbeiter bei einem Logistikunternehmen, bei einer Zeitarbeitsfirma und als Bezieher von Hartz-IV-Leistungen „weiß ich, wie es ist, wenn man sehr, sehr wenig Geld hat“. Dementsprechend ist die Sozialpolitik neben Klimapolitik und Friedenspolitik ein Kernthema für ihn. Vom Dorff sagt: „Für die sozialen Probleme, die uns in der Zukunft, wegen der Krise noch viel häufiger begegnen werden, braucht es endlich eine gerechte sanktionsfreie Mindestsicherung von 1200 Euro in jeder Lebenssituation, in der sie gebraucht wird. Ob Rentner, Kranke, Studierende oder Arbeitssuchende:  Alle haben das Recht am gesellschaftlichen Reichtum teilzuhaben.“

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Bei der Klimapolitik ist Vom Dorff der Überzeugung, dass das Land von einer Wachstums- zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft kommen müsse. „Die Ausbeutung der Natur muss gänzlich beendet werden. Ganz besonders In der Wirtschaft, dort noch deutlich stärker als im Privaten.“ Das Klima sei nur dann zu retten, „wenn wir denen, die Monat für Monat schauen müssen, dass sie irgendwie über die Runden kommen, auch Mittel an die Hand geben, dass sie wirklich was bewegen können.“

Den Planeten rette man nicht durch „grün-elitären Lifestyle“, sondern nur durch eine konsequente Neuausrichtung der Produktionsverhältnisse.