Bürgerstiftung: Vierte Paralympics für Kinder in Dormagen ein Erfolg

Bürgerstiftung Dormagen : „PaDoKi“-Sportfest fördert die Inklusion

So viele Kinder wie noch nie machten bei der vierten Auflage des Spiel- und Sportfestes „PaDoKi“ der Bürgerstiftung mit. Viele Helfer unterstützten die „Paralympics für Dormagener Kinder“ für Behinderte und Nicht-Behinderte.

Mit viel Spaß stürzen sich die Mädchen und Jungen auf die vielen Stationen in den TSV-Hallen, an denen sie hüpfen, klettern, schwingen und balancieren können: Bei den vierten „Paralympics für Dormagener Kinder“ („PaDoKi“) machen behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam Sport und erleben drei unvergessliche Stunden im einfachen sportlichen Wettkampf, der vor allem Freude bereitet. Fröhlich schauen die rund 100 Helfer zu, wie die mehr als 200 Kinder mit leuchtenden Augen das Sportfest genießen.

„So soll es auch sein“, sagt Hans-Jürgen Peters vom Vorstand der Bürgerstiftung Dormagen. Er hatte das Spiel- und Sportfest 2013 mit initiiert und so eine Gelegenheit geschaffen, dass sich alle zwei Jahre auch die Mädchen und Jungen mit stärkerem Handicap sportlich messen können. „Wenn man die glücklichen Gesichter sieht, lohnt sich jede Vorbereitung“, meint Peters. Die stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung Dormagen, Agnes Meuther, begrüßte die vier teilnehmenden Fördereinrichtungen: die Integrative Kita aus Stürzelberg, die Salvator-Kita aus Nievenheim, die Mosaikschule aus Hemmerden und die Schule am Chorbusch aus Hackenbroich. „Ich wünsche Euch allen viel Spaß“, sagte Meuther, die sich auch bei den bewährten Koordinatoren Wolfhard Nickel-Hamel vom TSV Bayer Dormagen und Marina Beer, Lehrerin der Mosaikschule, bedankte, die die 28 Stationen vorbereitet hatten. Auch die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, unter anderem Auszubildende von Currenta aus dem Chempark und Mitarbeiter der Stadt Dormagen, erhielten Dankesworte für ihren Einsatz, der ebenso wie sie die finanzielle Unterstützung durch den Chempark und die Sparkasse würdigte, die diese Veranstaltung erst ermöglicht hatten.

Bevor sich die Kinder jubelnd auf die Seile und Balken stürzten, hatte Karl-Josef Ellrich, der Vorsitzende des TSV Bayer Dormagen, als Schirmherr die vierte Auflage von „PaDoKi“ eröffnet. Bürgermeister Erik Lierenfeld freute sich über die große Anzahl an Teilnehmern und Begleitern: „Gemeinsam viel Spaß erleben“ sei das Ziel des paralympischen Sport- und Spielfestes. „Sport ist sehr wichtig“, betonte Lierenfeld. Der Dormagener Bürgermeister, der mit Jobst Wierich, Leiter Politik- und Bürgerdialog des Chemparks Dormagen, einige Stationen ausprobierte, beziehungsweise Kindern Hilfestellung beim Balancieren gab, hatte seinen Mitarbeitern freigestellt, sich im Rahmen des „Social Days“ als Helfer für „PaDoKi“ oder andere soziale oder karitative Arbeit zu engagieren. In einem begrenzten Zeitraum können sich Mitarbeiter so für Vereine und Institutionen einsetzen – nur nicht in eigener Vereinsfunktion – und bis zu acht Stunden als Arbeitszeit angerechnet bekommen. „Damit möchten wir als Stadt die Vereine konkret unterstützen und andererseits das ehrenamtliche Engagement der Kollegen stärken“, erläuterte Lierenfeld.

Am Ende des Festes erhielten dann alle angemeldeten Kinder eine Teilnehmer-Medaille, die sie stolz nach Hause trugen. Ein schönes Zeichen gelebter Inklusion: Als die rund 25 Kinder der Caritas-Kita Unter den Hecken aus Dormagen zum wöchentlichen Sport in der TSV-Halle eintrafen und von PaDoKi überrascht wurden, durften sie spontan ebenfalls am Sportfest teilnehmen. So freuten sich noch mehr als die 220 angemeldeten Kinder über die fachgerecht ausgedachten und umsichtig betreuten Stationen in den beiden Hallen.

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