Bürgerstiftung Dormagen stellt Weichen bis 2025

Neuwahlen in Dormagen : Bürgerstiftung stellt Weichen bis 2025

Neue Schwerpunkte, neue Mitglieder im Stiftungsrat und perspektivische Leitlinien: Die Dormagener Bürgerstiftung stellt sich nach dem erfolgreichen Zehnjährigen 2018 neu auf und plant bereits bis 2025.

Die Bürgerstiftung Dormagen möchte sich neue Förderschwerpunkte und eine Strategie für die Zukunft geben: Unter dem Motto „Bürgerstiftung Dormagen 2025“ sollen mehr ehrenamtliche Helfer und Unterstützer gefunden werden, um die Arbeit des ehrenamtlichen Vereins auf noch mehr Schultern zu verteilen. „Wir wollen weiterhin Projekte der Dormagener fördern“, erklärt Martin Voigt, Vorsitzender der Bürgerstiftung bei der öffentlichen Konferenz des Stiftungsforums im Römerhaus an St. Michael. Seit Gründung der Stiftung 2008 bis zum Jubiläumsjahr 2018 hat sie Projekte mit der Summe von fast 230.000 Euro unterstützt, wie Hans-Jürgen Peters vortrug.

Das soll nicht nur so bleiben, sondern weiter ausgebaut werden. So berichtete Vorsitzender Martin Voigt von einem Workshop, bei dem Ziele für 2025 formuliert wurden – darunter eine steigende Bekanntheit, vermehrte Öffentlichkeitsarbeit, weniger Bürokratie, Prozessoptimierung und eine Wachstumsstrategie. „Wir wollen mehr Dormagener ansprechen, uns bei Einzelprojekten oder der Vorstandsarbeit zu unterstützen“, erläuterte Voigt. Die neuen Themenschwerpunkte: Unterstützung von Familien, Bildungsprojekte, Ökologie und Umwelt sowie Kultur im Stadtgebiet. Für diese fünf Punkte gelte es, nun gemeinsam Leitlinien zu entwickeln. „Das Bewusstsein zur strategischen Ausrichtung ist geschärft“, sagte Professor Matthias Franz, Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung, der den siebenköpfigen Vorstand der Stiftung berät und begleitet. Im Frühjahr soll das Strategiepapier 2025 verabschiedet werden.

Bei der Sitzung des Stiftungsrates, dem 15 Mitglieder angehören, wurden mit Martina Reimer, Thomas Rütten und Karl-Josef Ellrich drei neue Mitglieder für den Stiftungsrat gewählt. Ellrich gleich als Stellvertreter. Die Nachwahl wurde notwendig, nachdem drei verdiente Mitglieder den Stiftungsrat nach einem Jahrzehnt verlassen hatten: Gerd Trzeszkowski (2008 bis 2019 Stiftungsrat), Heinz Pankalla (2008 bis 2014 Vorsitzender, 2014 bis 2019 Stiftungsrat) und Wilfried Lülsdorf (2008 bis 2016 Vorstand und 2016 bis 2019 Stiftungsrat). „Wir danken den Ausscheidenden für die wichtige Aufbauarbeit der Bürgerstiftung“, sagte Matthias Franz. Zudem wurde Stiftungsratsmitglied Christoph Geldmacher für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt.

Das Jubiläumsjahr 2018 stand im Mittelpunkt des Vorstands-Jahresrückblicks von Martin Voigt und Hans-Jürgen Peters. „Wir hatten ein sehr erfolgreiches Jahr, in dem wir 22 Projekte mit knapp 28.000 Euro unterstützt haben“, so der Vorsitzende. Er erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen wie die Geburtstagsparty vor dem Historischen Rathaus, das Charity-Dinner und viele Gelegenheiten, an das zehnjährige Bestehen der Bürgerstiftung Dormagen zu erinnern. Im Mittelpunkt des Jahres stand die „Stadtwette“, bei der Voigt und Bürgermeister Erik Lierenfeld gewettet hatten, innerhalb des Jahres 65.000 Euro als Zustiftung zusammenzubekommen – für jeden Dormagener Bürger 1 Euro. Erreicht wurden 75.000 Euro. Daher leisten Voigt und Lierenfeld nun von Wettpate Hermann Gröhe MdB ausgesuchte „Sozialstunden“ bei Vereinen ab: Nach dem Waschen eines DRK-Wagens und der Badminton-Nacht der DBG stehen noch Kopfweidenschnitt und Eselspaziergang an.

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