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Bürgeramt-Projekt in Dormagen: UWG fordert Landesmittel für Umzug

Umstrittenes Projekt in Dormagen : UWG fordert Landesmittel für Bürgeramt-Umzug

Die UWG lehnt einen von der Stadt geplanten Umzug des Bürgeramtes in die Rathaus-Galerie ab. Aber sie belässt es nicht dabei, sondern zeigt Möglichkeiten auf, wie eine Umsetzung kostengünstig geschehen könnte.

Ratsmitglied Michael Jonas, die auch Sprecherin der UWG für das Thema Innenstadt ist, verweist auf Fördermittel des Landes. Der Stadtrat soll demnach in seiner Sitzung am 17. Dezember diesen UWG-Antrag beschließen: „Die Stadt Dormagen prüft die Beantragung von Fördermitteln/Zuschüssen für die Einrichtung eines Bürgeramtes in der Rathaus-Galerie, beantragt diese rechtzeitig und nutzt die Möglichkeiten der Förderung voll aus.“

Ferner soll die Größe der für die Anmietung geplanten Fläche sowie die erforderliche Laufzeit des Mietvertrages geprüft und idealerweise gesenkt werden. Jonas: „Die Verwaltung verhandelt optional verschieden Größen für die Anmietung und auch unterschiedliche Laufzeiten.“

Nach Angaben der Freien Wähler stünde für ein solches Vorhaben ein Fördertopf des Landes zur Verfügung. Jonas: „Die Landesregierung hat mit dem „Nordrhein-Westfalen-Programm I“ 70 Millionen Euro für ein Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren zur Verfügung gestellt.“  Diese Mittel gelte es zu nutzen. Denn: „Der Wandel im Handel ist im vollen Gange und wird durch den Corona-bedingten Shutdown noch beschleunigt. Die Innenstädte sind das Herz unserer Städte: Der Online-Handel floriert, der stationäre Handel hat massive Einbußen erlitten. Viele Einzelhändler bangen um die Zukunft ihrer Beschäftigten und um die eigene Existenz.“

Am 13. November habe, so die UWG, Ministerin Ina Scharrenbach den Start des Programms verkündet. Demnach erhalten 129 Kommunen in NRW noch im Jahr 2020 rund 40 Millionen Euro. Jonas: „Das ist für die Städte, für den Handel und für die Bürger ein echter Lichtblick.“