Bruderschaft in Stürzelberg Schützenfest mit Verlusten abgeschlossen

Stürzelberg · Für die Schützenvereine fallen durch die Preissteigerungen enorm hohe Kosten in allen Bereichen an. Nun müsse man überlegen, wo man sparen könne.

 Beim Schützenfest im August waren die Kosten höher als die Einnahmen.  Foto: Melanie van Schyndel

Beim Schützenfest im August waren die Kosten höher als die Einnahmen. Foto: Melanie van Schyndel

Foto: Melanie van Schyndel

Der St. Aloysius Schützenbruderschaft in Stürzelberg geht es wie vielen anderen Vereinen in diesem Jahr: Das Schützenfest im August 2022 wurde mit einem Verlust abgeschlossen, wie Kassierer Thomas Westhoff den Schützen auf der Mitgliederversammlung mitteilte. Ganz überraschend kam das nicht, wie Geschäftsführer Rudolf Smit erklärt: „Es ist alles teurer geworden. Die Musikkapellen, die Kutschen, der Malteser-Hilfsdienst oder auch das Schützenhaus. In allen Bereichen muss man tiefer in die Tasche greifen.“ Dramatisch sei die Lage dennoch nicht, beruhigt er: „Es hält sich noch im Rahmen, wir haben die Lage im Griff“, sagt er.

Trotzdem müsse man nun darüber nachdenken, wo man einsparen und die Kosten minimieren könne. „Natürlich versuchen wir immer, Beitragserhöhungen für die Mitglieder zu vermeiden“, so Smit. Auch wolle man nicht auf einen zusätzlichen Marschblock mit Musik beim Umzug an Schützenfest verzichten. „Die Musik gehört dazu“, findet Smit. Trotzdem müsste man eventuell auch einmal unbeliebte Entscheidungen treffen.

Um zu schauen, wo es Einsparpotenzial gibt, werden im Verein nun Gremien gebildet, in denen nicht nur Vorstandsmitglieder sind. Die Bruderschaft lege großen Wert auf demokratische Entscheidungsfindung. „Wir vom Vorstand können nur Vorschläge machen. Aber die Entscheidungen müssen die Schützen mittragen. Das ist eine Gemeinschaftsarbeit, wir können nicht über die Köpfe entscheiden.“

Auf der Kostenseite fallen bei den Schützen in Stürzelberg einige Punkte ins Gewicht. Es sei von großem Vorteil, ein eigenes Schützenhaus zu haben, allerdings fielen auch immer wieder Instandhaltungskosten an. „Wir wollen das Haus ja erhalten, da müssen wir es auch pflegen.“ Der Schießstand müsse regelmäßig durch den TÜV geprüft werden, hinzu kämen Kosten durch die Unterstützung von Jugend und Senioren wie die Übernahme des Honorars für die Musikkapelle im Martinsumzug. Rudolf Smit: „Ich bin aber zuversichtlich und positiv, dass wir das stemmen können. Wir müssen nur überlegen, wo wir sparen können, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein.“

(mvs)
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