Breitbandausbau startet in Dormagen

Schnelles Internet kommt : Breitbandausbau: Start in Dormagen

Das gemeinsame Breitbandprojekt des Rhein-Kreises Neuss und der kreisangehörigen Kommunen mit dem Netzbetreiber Deutsche Telekom ist startklar. Die Vertragszeichnung steht kurz bevor. Letzte Punkte wurden jetzt bei einer Ortsbegehung in Stürzelberg besprochen, an der neben Telekom-Vertretern, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und die Breitbandkoordinatorin des Rhein-Kreises Neuss, Marina Cabibbo, auch Bürgermeister Erik Lierenfeld teilnahm.

Sobald die Baugenehmigung vorliegt, wird der Spatenstich zum kreisweiten Glasfaserausbau in Dormagen erfolgen.

„Für den Breitband-Ausbau haben wir im Rhein-Kreis Neuss eine Fördersumme von 7,9 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung. Unser Ziel ist es, jeden Haushalt, jedes Unternehmen und jede Schule mit einem schnellen Glasfaseranschluss auszustatten“, sagte Landrat Petrauschke.

Innerhalb der nächsten 24 Monate wird die Deutsche Telekom die förderfähigen so genannten „Weißen Flecken“, das heißt, Bereiche, die eine Datenrate von weniger als 30 Megabit pro Sekunde aufweisen, mit Glasfaser ausstatten. Dabei werden Wohn-, Misch- und Gewerbegebiete sowie die Schulen im Rhein-Kreis Neuss mit FTTH-Anschlüssen versehen, also einem Glasfaseranschluss bis ins Haus (Fiber-to-the-Home). Dadurch sind Übertragungsraten im Down- und Upload von bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.

Konkret geht es bei den „Weißen Flecken“ um die Gärtnersiedlung Blechhof im Ortsteil Delhoven, um den südlichen Ortsteil von Broich, den Weiler Nachtigall (westlich von Zons) und um den Campingplatz Grind. Streng genommen gehört auch das Kloster Knechtsteden und das Norbert-Gymnasium dazu, aber für die Schule gibt es ein gesondertes Förderprogramm.

Gespannt ist man in Dormagen vor allem an den Schulen. Dort gibt es jetzt 90 Riesen-Bildschirme, sogenannte Active Panels. „Die Bildschirme werden angeschlossen, dann folgen Workshops für Lehrer, die von der Stadt organisiert werden.“ Durch das interaktive „Active Panel“ werden andere Geräte wie Beamer, Fernsehwagen und Overhead-Projektor überflüssig. Diese neue Technik, für die schnelles Internet benötigt wird, wird aber nicht nur in Schulen eingesetzt: Weil die ersten Erfahrungen mit Testgeräten auch im Rathaus so gut waren, gibt es eine Hightech-Tafel auch in der Volkshochschule. In der VHS können Digitalisierung, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (DINT) an Schüler, Auszubildende, Unternehmen und Vereine künftig in einer multimedialen Lernumgebung vermittelt werden.

(schum)
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