Brauchtum in Dormagen Als Dormagens Schützenfeste im Griff der Nazis waren

Dormagen · Vor 90 Jahren missbrauchten die Nationalsozialisten das Dormagener Brauchtum für politische und propagandistische Zwecke. Beispiele waren der Bürgerschützenverein Dormagen und die Schützenbruderschaft Horrem.

Eine Aufnahme vom Dormagener Schützenzug im Jahr 1933. An einem Fenster ist bereits eine Hakenkreuzfahne zu sehen.

Eine Aufnahme vom Dormagener Schützenzug im Jahr 1933. An einem Fenster ist bereits eine Hakenkreuzfahne zu sehen.

Foto: Eduard Breimann

In diesen Monaten laufen in Dormagen wieder die Schützenfeste, die in etlichen Stadtteilen – oft seit mehr als 150 Jahren schon – gefeiert werden. Schützenvereine und Schützenbruderschaften verweisen stolz auf ihre Historie und leben sie zwanglos weiter. Diese Feste, haben Kriege und Verbote durch Besatzungstruppen nach beiden Weltkriegen überstanden, sind oft sogar gestärkt daraus hervor gegangen.