Dormagen: Brand auf A57 Thema im Prozess gegen Intensivtäter

Dormagen : Brand auf A57 Thema im Prozess gegen Intensivtäter

Es geht um Diebstahl, Fahren ohne Führerschein, Einbrüche und Sachbeschädigung – und irgendwie auch um den verheerenden Brand auf der Autobahn 57, der im Februar letzten Jahres bei Nievenheim zu einem Massenunfall mit einem Toten und etlichen Schwerverletzten geführt hatte. Freitag beginnt am Amtsgericht Neuss der Prozess gegen insgesamt zwölf Jugendliche.

Es geht um Diebstahl, Fahren ohne Führerschein, Einbrüche und Sachbeschädigung — und irgendwie auch um den verheerenden Brand auf der Autobahn 57, der im Februar letzten Jahres bei Nievenheim zu einem Massenunfall mit einem Toten und etlichen Schwerverletzten geführt hatte. Freitag beginnt am Amtsgericht Neuss der Prozess gegen insgesamt zwölf Jugendliche.

Es gibt den Verdacht, dass sie möglicherweise auch etwas mit dem Feuer unter der Autobahnbrücke zu tun haben. Prozessbeobachter gehen davon, dass im Verfahren der Brand auch zur Sprache kommt. Die Staatsanwaltschaft ist bereit, den Angeklagten auch vor Gericht noch einmal auf den Zahn zu fühlen. "Für uns ist Staatsanwalt Matthias Ridder im Prozess mit dabei", sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Christoph Kumpa, auf Anfrage unserer Redaktion, "er war auch für das Verfahren um den Brand unter der Autobahnbrücke zuständig." Richter Heiner Cöllen hatte vor Monaten bereits im Verfahren gegen andere Jugendliche aus Dormagen immer wieder entsprechende Nachfragen gestellt — auch er ist an einer Klärung des Geschehens in Nievenheim interessiert. "Ob das Thema dann tatsächlich ab Freitag zur Sprache kommt und ob die Bemühungen erfolgsversprechend sein werden, wird der Prozess zeigen", so Kumpa.

In der Anklage jedenfalls geht es ausdrücklich nicht um das Geschehen unter der Autobahnbrücke. Angeklagt sind die Jugendlichen unter anderem wegen eines Einbruchs in die Dormagener Stadtbibliothek. Dabei waren Computerspiele im Wert von rund 7000 Euro gestohlen worden.

Letztlich wird den Jugendlichen auch der Diebstahl eines VW Busses vorgeworfen. Damit sollen sie ganz in der Nähe der A 57-Brücke einen Unfall verursacht haben. Die räumliche und zeitliche Nähe zum Brand hatte die Staatsanwaltschaft vermuten lassen, dass die Jugendlichen auch mit dem Feuer zu tun haben könnten. Über 20 Zeugen sollen vernommen werden, das Urteil ist für Ende Juni geplant.

(url/top/rl)
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