Führungswechsel bei St. Aloysius-Schützenbruderschaft Bordelius ist neuer Brudermeister

Führungswechsel bei St. Aloysius-Schützenbruderschaft · Hans-Peter Engels schämte sich seiner Tränen nicht, als für ihn der Moment des Abschieds gekommen war. Elf Jahre hatte er als Brudermeister sehr erfolgreich die Geschicke der St. Aloysius-Schützenbruderschaft Stürzelberg geführt. Jetzt vollzog Engels seinen schon im Sommer angekündigten Rücktritt, in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen. Mit stehenden Ovationen feierten die 157 Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus den 52-Jährigen. Hans-Peter Engels (l.) übergibt sein Amt an Wilfried Bordelius. NGZ-Foto: Hans Jazyk

Hans-Peter Engels schämte sich seiner Tränen nicht, als für ihn der Moment des Abschieds gekommen war. Elf Jahre hatte er als Brudermeister sehr erfolgreich die Geschicke der St. Aloysius-Schützenbruderschaft Stürzelberg geführt. Jetzt vollzog Engels seinen schon im Sommer angekündigten Rücktritt, in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen. Mit stehenden Ovationen feierten die 157 Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus den 52-Jährigen. Hans-Peter Engels (l.) übergibt sein Amt an Wilfried Bordelius. NGZ-Foto: Hans Jazyk

Engels bedankte sich zutiefst berührt mehrfach bei den Schützen und insbesondere bei seinen Vorstandskollegen. Die hatten als Überraschung für ihn das Fanfarencorps aus Weckhoven verpflichtet. Ferner wurde Hans-Peter Engels, der 1991 Heinz Stamm als Brudermeister ablöste, eine schmucke Anstecknadel mit dem Sebastianus-Emblem überreicht. Zu seinem Nachfolger wählten die Traditionshüter einstimmig Wilfried Bordelius. Der 50-jährige Ex-Schützenkönig hatte zuvor zehn Jahre als stellvertretender Brudermeister fungiert. Bordelius geht als 16. Schützenchef in die 134-jährige Geschichte der Schützenbruderschaft ein.

Ihm zur Seite steht sein Vertreter Karl-Josef Corsten, der sich bislang stellvertretend um die Finanzen gekümmert hatte. Er durfte sich ebenso über ein einstimmiges Votum freuen wie Geschäftsführer Hans-Adolf Boes und Kassierer Klaus Dickmanns, die in ihren Ämtern bestätigt wurden. Neu im Vorstandsteam ist der zweite Kassierer Frank Hahn von der Hubertuskompanie. Noch mehr Arbeit kommt auf Schießmeister Kevin Dolan zu. Er trägt vorerst die alleinige Hauptverantwortung für den Schießbetrieb, nachdem Klaus-Peter Ruchatz sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat. Vor den Wahlen hatte Kassierer Klaus Dickmanns den defizitären Kassenbericht für das Geschäftsjahr 2001 vorgelegt.

Die meisten Einnahmen beziehen die Stürzelberger aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen. Die Musikgruppen und die Renovierung des Schützenhauses verursachten die größten Kosten im vergangenen Jahr. Dickmanns appellierte an die Mitglieder, bei den Renovierungsarbeiten am Schützenhaus anzupacken. "Denn auch dieses Geld, das wir durch Eigenleistung einsparen, ist notwendig, damit wir nicht zu einer Not leidenden Bruderschaft werden", mahnte der Finanzchef. Die Alternative wäre, Fremdpersonal zu beauftragen. "Das hätte aber auch eines unabänderlich zur Folge, nämlich ein Antrag auf Erhöhung der Beiträge auf das Doppelte."

Auf ein ereignisreiches Jahr blickte Schießmeister Kevin Dolan zurück. 16 Helfer hatten in rund 1500 Stunden Eigenleistung den Hochstands renoviert. Dort ist seit dem 1. Juni 2001 wieder ein geregelter Schießbetrieb möglich. Bei 26 Veranstaltungen wurden Tausende Kugeln Munition verschossen. Dolan: "Der neue Schießstand hat sich bewährt." Zufriedenheit auch bei den Nachwuchsschützen: Jungschützenmeister Harald Lenden kritisierte jedoch das phasenweise geringe Interesse der Jugendlichen. Im August 2003 reisen die Stürzelberger zum 14. Europäischen Schützentreffen ins österreichische Vöcklabrück. Anmeldungen nimmt Klaus Dickmanns, Telefon 0 21 33/7 29 93, entgegen. omo

(NGZ)
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