Dormagen: Blumen für die Feuerwehr

Dormagen : Blumen für die Feuerwehr

Nicole Woyke wollte nur mal "Danke" sagen dafür, dass die Retter da sind.

Nicole Woyke war es sichtlich unangenehm, so in den Fokus der Öffentlichkeit geraten zu sein. Eigentlich wollte die Dormagener einfach nur "Danke" sagen. Danke für den unermüdlichen Einsatz von Feuerwehr und Polizei. So schickte sie jeweils einen Blumenstrauß an die Kieler Straße sowie an die Wache der Polizei. "An die Feuerwehr und Rettungssanitäter", schrieb sie in dem einen Brief kurz und bündig: "Vielen Dank, dass ihr da seid!"

Das kam an der Hauptwache so gut an, dass die Feuerwehrleute direkt ein entsprechendes Foto posteten. Für Woyke war es keine große Sache. "Es war sehr spontan", erzählt die 46-Jährige, "ich habe in der NGZ gelesen, dass es der Polizistin, die bei diesem schrecklichen Unfall auf der Autobahn schwer verletzt worden war, wieder besser geht. Das hat mich so berührt, dass ich mir die Sache mit den Blumen überlegt habe." Schließlich, so sagt sie weiter, werden diese Helfer immer häufiger bei ihren Einsätzen beschimpft oder sogar angegriffen. "Ich bin einfach froh über deren Arbeit."

Als sie gestern die Hauptwache an der Kieler Straße besuchte, wurde sie vom stellvertretenden Wehrleiter Gerd Gleich und von Brandamtsrat Wolfgang Feige freudig begrüßt. "Es kommt schon mal vor, dass wir Blumen erhalten, aber das ist schon sehr selten", sagt Feige. "Der Blumenstrauß, der im Frühstücksraum steht, ist bei den Kameraden gut angekommen." Dass auch die Helfer in Dormagen Anfeindungen ausgesetzt sind und sich dieses nicht auf Großstädte begrenzt, bestätigt Feige: "Das gibt es auch im gleichen Zahlenverhältnis wie in einer Großstadt." Beschimpfungen, Pöbeleien oder Behinderungen - das kennen die Feuerwehrkräfte von ihren Einsätzen auch in Dormagen. "Aber die Kameraden machen da kein großes Aufheben von und beklagen sich nicht groß."

(schum)